Feuerwehrler mussten zusammenhelfen

Häuser von überfluteten Gärten eingeschlossen: Großalarm

Landkreis Ebersberg: Zeitweise waren Häuser infolge der überfluteten Gärten vom Wasser eingeschlossen.
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Auch im Landkreis Ebersberg schlug das Unwetter voll zu. Häuser waren sogar vom Wasser eingeschlossen. Jetzt ist das ganze Ausmaß der Überflutungen bekannt:

Gelting – Gut 150 Feuerwehrkräfte waren am Dienstagabend aufgrund des heftigen Gewitters und Starkregens an circa 30 Stellen im Plieninger Ortsteil Gelting im Einsatz. Das Unwetter hatte zahlreiche Straßen und Keller überschwemmt. Schwerpunkt war der Bereich Am Tanzfleckl, dort hatte sich binnen weniger Minuten ein riesiger See gebildet. 

Von Feldern der Endmoräne im Osten von Gelting strömte Oberflächenwasser und Schlamm in Sturzbächen auf die Markt Schwabener Straße und von dort weiter. „Das Wasser ist hinunter gelaufen wie in einem Trichter“, berichtet Hubert Bichler, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Gelting. Von 18 Uhr an musste die Ortsdurchfahrt für mehrere Stunden gesperrt werden. 

Gegen 2 Uhr konnten die letzten Kräfte nach getaner Arbeit abrücken. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Gelting, Pliening, Landsham, Poing, Markt Schwaben, Kirchheim, Finsing und Eicherloh. Der größte Schaden dürfte in einem Haus an der Straße Am Tanzfleckl entstanden sein, wo im Keller ein Heizöltank aufgeschwemmt wurde und Öl ausgetreten war. Zum Abpumpen des kontaminierten Wassers wurde ein Entsorgungsbetrieb aus Kirchheim hinzugeholt. Abgesehen vom Bereich Am Tanzfleckl erwischte es noch andere Stellen in Gelting. Kommandant Bichler zählt unter anderem die Bereiche Am Urtel, Finsinger Straße, Sommerhausstraße und Am Heckenacker auf. Dort war Wasser in eine Tiefgarage eingedrungen.

„In den Kellern stand das Wasser zum Teil bis zu einem Meter hoch“, berichtet Bichler. Die ehrenamtlichen Feuerwehrleute waren nicht nur dort im Einsatz, sondern auch in Häusern, wo das Wasser lediglich drei bis fünf Zentimeter hoch stand. „Das sehen wir als Bürgerservice, dass wir auch dort beim Abpumpen unterstützen, wo relativ wenig Wasser ist“, sagt Bichler. 

Das Gewitter mit Starkregen am Dienstagabend war laut Einsatzkräften ein punktuelles Ereignis, das fast ausschließlich nur Gelting getroffen hatte. Während an der Wetterstation im etwa ein Kilometer entfernten Pliening in der Zeit von Dienstagabend bis Mittwochfrüh etwa 60 Liter Regenwasser pro Kubikmeter gemessen wurden, seien es in Gelting 95 Liter gewesen, berichtet Kommandant Hubert Bichler. „Es sind drei Dinge zusammengekommen“, bilanziert er: „Das Oberflächenwasser, das von den Feldern herunter kam, nicht funktionierende Rückstauklappen im Kanal, und Grundwasser, das in Häuser drückte.“ 

In etwa alle fünf Jahre habe man es in Gelting mit diesem Phänomen zu tun, insbesondere im Bereich Am Tanzfleckl, wo sich schnell das Wasser sammelt. „Ein hundertprozentiger Schutz ist nicht möglich. Wir befinden uns nun mal direkt an der Endmoräne.“ Die Höhe des entstandenen Schadens an Häusern und Straßen kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden.

mm/tz

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