Teile lagen auf Startbahn

Reifenplatzer! Flieger muss umdrehen

München - Alles Routine. So jedenfalls sieht es die Lufthansa. Auf dem Flug von München nach Newark bei New York musste am Samstagnachmittag ein Airbus der Airline eine Stunde nach dem Start wegen eines geplatzten Reifens umkehren.

Dem Piloten, der am Samstag mit dem Langstrecken-Airbus 340-600 Richtung USA abhob, war gar nicht aufgefallen, dass einer der 14 Reifen des Jets geplatzt war. Ein anderer Pilot, der danach in München landete, hatte die Fetzen des Reifen auf der Startbahn entdeckt und dies dem Tower gemeldet. Dort konnte man die Reifenteile dem Lufthansa-Airbus zuordnen. Der Lufthansa-Pilot wurde wiederum verständigt, nachdem er schon eine Stunde lang Richtung Westen geflogen war. „Er entschied dann in eigener Verantwortung, wieder kehrt zumachen und zurück nach München zu fliegen“, erklärt Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow. Der Reifen sei an einem der Hauptfahrwerke geplatzt. Insgesamt verfügt der Airbus A 340-600 über vier Fahrwerke, zwei Hauptfahrwerke unter den Flügeln mit insgesamt acht Reifen, einem mit vier Reifen unter dem Rumpf und einem Frontfahrwerk mit zwei Reifen. „Der Jet hätte genauso gut nach Newark fliegen können, doch dann hätte es dort keine Ersatzteile gegeben und auch keine Ersatzmaschine, mit der die dort wartenden Passagier hätten nach München fliegen können“, so Jachnow. Darum landete der Airbus mit seinen 161 Fluggästen und 15 Crewmitgliedern nach zwei Stunden wieder in München.

Mit insgesamt drei Stunden Verspätung konnte Flug 412 dann mit einem anderen Lufthansa-Jet nach Newark starten. Wie die Passagiere die Durchsage aufnahmen, dass der Jet wegen eines Fahrwerkproblems umkehren muss? „Sie haben es gelassen hingenommen.“ Für die Crew sei die Landung „reine Routine“ gewesen, so Jachnow.

J. Welte

Rubriklistenbild: © picture-alliance / dpa/dpaweb (Symbolbild)

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