Zum Vorteil einer ganzen Stadt

Experte klärt auf: Warum alle besser leben, wenn wirklich nur Klopapier in Toilette landet

Dass Müll nicht in die Toilette gehört, sollte eigentlich jedem klar sein. In der Realität ist das jedoch nicht immer so, weiß Jan Dühring. Er arbeitet bei den Stadtwerken in Geretsried und erklärt, warum zum Vorteil der ganzen Stadt wirklich nur Klopapier im Klo landen darf.

Geretsried – „Das Problem mit Feuchttüchern aller Art ist, dass sie sich im Wasser nicht wie normales Toilettenpapier auflösen. Auf dem Weg zur Kläranlage verknoten sie sich mit anderen Feststoffen wie Damenbinden, Wattepads und -stäbchen oder im Extremfall sogar Windeln, und verstopfen die Pumpen. Wenn diese dann stehen bleiben, geht bei uns der Alarm los, weil sich das Abwasser staut. Im Schnitt kommt das einmal im Monat vor. Wir müssen sofort ausrücken und die Pumpen reinigen. 

Jan Dühring arbeitet bei den Stadtwerken in Geretsried.

Geschieht das nicht schnell genug, kann es bei Gebäuden ohne einen sogenannten Rückstauschutz im Extremfall dazu kommen, dass das Abwasser zurück- und aus der Toilette gedrückt wird. Wer andere Dinge als Klopapier in der Toilette runterspült, sollte bedenken: Dadurch entsteht ein unnötiger Aufwand, der Geld kostet. Man kann uns das Leben also ganz einfach leichter machen, indem Hygieneartikel dort entsorgt werden, wo sie hingehören: im Hausmüll. Der Kunde hat auch etwas davon: ein geringeres Risiko, von einem Rückstau betroffen zu sein, und letztendlich auch weniger Abwassergebühren.“ mh

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Rubriklistenbild: © dpa / Ole Spata

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