Großfahndung ausgelöst

Klammer Rentner erfindet Raubüberfall

Geretsried - Der Raubüberfall, der am Mittwoch eine Großfahndung in Geretsried ausgelöst hatte, war frei erfunden. Ein Rentner hatte die Großfahndung ausgelöst.

Wie Andreas Guske, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim mitteilt, war der immense Polizeieinsatz völlig unnötig. Laut Guske hatte ein älterer Mann aus der Adalbert-Stifter-Straße bei der Polizeiinspektion in Geretsried Anzeige erstattet.

Dabei gab er an, von zwei Unbekannten überfallen worden zu sein. Die Männer hätten ihn mit Waffen bedroht. Dann seien sie mit seiner gesamten Barschaft geflüchtet. Sofort leitete die Polizei eine Großfahnung ein, bei der viele Autos, unter anderem auf der B 11, kontrolliert wurden. Allerdings: Schon bei den ersten Befragungen des Mannes beschlichen die Polizisten Zweifel an der Version des angeblich ausgeraubten Seniors. Gegenüber der Weilheimer Kripo gab er schließlich zu, sich den Vorfall ausgedacht zu haben. Der Raub hat nie stattgefunden. Offenbar wollte der Mann damit seine Geldprobleme kaschieren.

Zwangsläufig rückt damit der Mann selbst in den Fokus der Polizei. Der Vorwurf: Vortäuschen einer Straftat. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet. Außerdem wird die Polizei prüfen, ob dem Anzeigenerstatter die Kosten für den erheblichen Personaleinsatz in Rechnung gestellt werden können. (vu)

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