Gesundheitsamt findet Mäusekot in Großbäckerei

Neufahrn/Eching - Die Hygieneprobleme der Großbäckerei Müller-Brot werden konkreter. Laut Gesundheitsamt soll es sich bei den Schädlingen um Mäuse handeln.

Bei den Schädlingen in der mittlerweile geschlossenen Großbäckerei Müller-Brot handelte es sich um Mäuse. Der Leiter des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Andreas Zapf, sagte dem Bayerischen Rundfunk, man habe wiederholt Mäusekot und Speisereste von früheren Produktionen gefunden. Die Anlagen seien daraufhin gereinigt worden, später sei der Kot aber an anderen Stellen wieder aufgetaucht.

Hygiene-Mängel: Hier wird das Müller-Brot entsorgt

Hygiene-Mängel: Hier wird das Müller-Brot entsorgt

Wegen Hygieneproblemen bei Müller-Brot gab es bereits seit zweieinhalb Jahren besondere Kontrollen der Lebensmittelüberwachung. Eine Spezialeinheit des LGL habe den Betrieb erstmals am 9. Juli 2009 unter die Lupe genommen, sagte Zapf am Freitag in Freising. Bis Ende 2011 folgten weitere sechs Überprüfungen. Dazu kamen Kontrollen des Landratsamts.

Von den hygienischen Mängeln seien „verschiedene Produktlinien und Teile des Betriebs betroffen gewesen“ - etwa Maschinen, die Warenausgabe oder das Lager. Das Landratsamt ordnete daraufhin mehrfach eine Reinigung des Betriebs an und überwachte deren Umsetzung. Es wurden mehrfach Bußgelder verhängt, darunter zweimal 25 000 Euro. Schließlich wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

dpa

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