Viele offene Fragen in Herrsching

Sex-Übergriff: Was geschah zwischen 3.15 und 5.30 Uhr?

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An einem Tatort von mehreren: Carola S. fand beim Spazierengehen mit ihrem Hund im Wald Kleidungsstücke des Opfers.

Herrsching – Wenige Tage nach dem brutalen Gewaltverbrechen in Herrsching sind viele Fragen offen. Während die Suche nach dem Täter oder den Tätern auf Hochtouren läuft, rätselt die Polizei, wie das Opfer nach Herrsching kam.

Das Opfer, eine 25-Jährige aus Franken, konnte am Montag im Krankenhaus kurz von Polizeibeamten befragt werden. Eine Spur zum Täter oder dessen Fahrzeug gibt es allerdings noch nicht. Die junge Frau war nach Mitteilung der Polizei mit der letzten S-Bahn aus München nach Herrsching gefahren, die gegen 3.15 Uhr am Herrschinger Bahnhof eintraf. Die 25-Jährige fuhr mit dem Rad nach Hause – und auf dem Heimweg wurde sie von dem Unbekannter überfallen und offenbar in ein Auto gezerrt. Details wollten die Ermittler unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht nennen. Die Ergreifung des Täters hat für sie absoluten Vorrang.

Am Montag war von „einem sexuell motivierten Angriff“ die Rede, ohne weitere Angaben zu machen. Der weitere Hergang gibt der Polizei noch Rätsel auf.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, um zu klären, ob und wo der oder die Täter die junge Frau bis zu ihrem Auffinden gegen 5.30 Uhr vor einem Herrschinger Wohnhaus festgehalten haben. Der Herrschinger, der die Frau fand, ist normalerweise selten zu Hause – am Sonntag hatte er jedoch frei und war für die inzwischen nicht mehr in akuter Lebensgefahr schwebende Frau der Retter.

Sicher ist, dass der Täter die Frau auf einer Waldlichtung zwischen dem Weiler Ellwang und Herrsching mit einem Auto an und wohl auch überfahren hat. Vermutlich fuhr der Täter mit ihr aber auch durch die Gegend. Die Fränkin, die sich beruflich in Herrsching aufhielt, hat sich möglicherweise mehr als einen Kilometer bis zu den ersten Herrschinger Häusern geschleppt.

Michael Stürzer

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