Von 26. Februar bis 12. März

Doppelmord von Höfen: Die Nachrichten zum Nachlesen

Der Tatort in Höfen am Freitag.

Die Gewalttat im Königsdorfer Weiler Höfen schockte die Region. Zwei Wochen nach dem Verbrechen fahndet die Polizei nach dem Täter. Hier finden Sie alle Nachrichten von 26. Februar bis 12. März zum Nachlesen im Ticker.

  • Im Königsdorfer Weiler Höfen wurden am 26. Februar die Leichen zweier Senioren sowie eine weitere schwer verletzte Frau gefunden. Die Toten sind eine 76 Jahre alte Frau aus dem Raum Frankfurt am Main und ein alleinstehender 81-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen. Sie wurden brutal ermordet.
  • Knapp zwei Wochen nach der Tat fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Täter. 
  • Die schwerverletzte Hausbesitzerin ist nicht vernehmungsfähig.
  • Alles zur derzeitigen Faktenlage lesen Sie hier. Die Chronologie der Ereignisse haben wir hier für Sie zusammengefasst.
  • Die aktuellen Nachrichten finden Sie in unserem Nachrichten-Ticker.

Das sind die Nachrichten von Samstag, 11. März, und Sonntag, 12. März

Sonntag, 11 Uhr: Seit knapp zwei Wochen ist der Doppelmord in Höfen das Gesprächsthema in der Region. Am Freitag meldete die Polizei: Es gibt erste Fahndungserfolge. Beruhigt ist in der 3000-Seelen-Gemeinde Königsdorf trotzdem niemand. Ein Situationsbericht.

Samstag, 9 Uhr: Auch am Samstag laufen die Ermittlungen auf Hochtouren weiter. Einen weiteren Fahndungserfolg hat die Polizei bislang aber noch nicht vermeldet.  

So funktioniert das Prinzip DNA-Analyse

Freitag, 21.07 Uhr: Zum Ermittlungserfolg der Polizei hat auch der genetische Fingerabdruck beigetragen. Was hat es damit auf sich? Wir erklären das Prinzip DNA-Analyse.

19.37 Uhr: Wichtige Hinweise erhofft sich die Polizei auch von einem Zeugen, der ebenfalls per Foto gesucht wird. Er war in der Tatnacht gegen 3.15 Uhr in der Rastanlage Höhenrain-Ost an der A95 in Fahrtrichtung München – zeitgleich mit Robert Pludowski und etwaigen Mittätern. „Wir hoffen, dass dieser Zeuge Angaben dazu machen kann, mit wie vielen Personen und mit welchem Fahrzeug der Tatverdächtige unterwegs war“, erläuterte Deindl.

Diesen wichtigen Zeugen sucht die Polizei. 

19.12 Uhr: Als Folge des brutalen Ablaufs der Tat waren die Blutspuren laut Bericht im ganzen Haus verteilt, was den Ermittlern die Arbeit zusätzlich erschwerte. 

So soll sich die Bluttat von Königsdorf abgespielt haben

19.02 Uhr: Wie die Süddeutsche Zeitung aus Ermittlerkreisen erfahren hat, soll sich die Tat so abgespielt haben: 

Die Tatverdächtigen waren offenbar davon ausgegangen, dass sich Luise S. allein in ihrem Haus in Höfen befand, als sie am Abend des 22. Februar ins Haus kamen. Sie sollen davon überrascht worden sein, dass eine Frau und ein Mann bei S. waren. Zuerst wurde die 76-Jährige aus Eschborn erschlagen, daraufhin sollen sich die Hausbesitzerin und der 81-Jährige im Schlafzimmer eingesperrt haben. Der mutmaßliche Täter verschaffte sich gewaltsam Zugang zum Schlafzimmer, indem er die Tür einschlug. Dann tötete er erst den Mann und misshandelte anschließend Luise S.. Er fesselte sie und schleifte sie in den Keller, wo er sie zurückließ.

17.47 Uhr: Das Gewaltverbrechen in Höfen überschattete auch die Bürgerversammlung in Königsdorf am Donnerstag. Es war ein ruhiger Abend ohne Nachfragen. Diskussionsbedarf bestand bei keinem der rund 50 Anwesenden. 

„Wie beginnt man eine Bürgerversammlung mit den schrecklichen Ereignissen im Hintergrund?“, fragte Bürgermeister Anton Demmel sichtlich bewegt. Die Gemeinde wünsche ihrer Mitbürgerin Luise Strauch alles Gute für ihre Genesung. „Es ist gar nicht so einfach zum Alltag überzugehen“, sagte Demmel, bevor er seinen Rechenschaftsbericht präsentierte. „Viele Themen erscheinen klein im Vergleich zu dem, was vorgefallen ist.“

Polizeichef lobt gute Arbeit der Soko „Höfen“

17.01 Uhr: Polizeipräsident Robert Kopp und Oberstaatsanwalt Hajo Tacke bedankten sich bei der Soko „Höfen“ für die bislang geleistete Arbeit: „Sie alle haben seit bekannt werden des schockierenden und brutalen Verbrechens mit hohem Engagement an der Aufklärung dieser schweren Straftat gearbeitet. Es ist vor allem für das Sicherheitsgefühl der Menschen in der Region wichtig und von hoher Bedeutung, dass zwei mutmaßlich Tatbeteiligte innerhalb so kurzer Zeit ermittelt werden konnten.“

16.17 Uhr: Die Polizei stuft Robert Pludowski als gefährlich ein. Möglicherweise ist der Flüchtige bewaffnet.

15.27 Uhr: Die festgenommene 49-jährige Polin ist laut Markus Deindl, Leiter der SOKO Höfen, zunächst vernommen worden, im Laufe der Vernehmung habe sich der Tatverdacht gegen sie erhärtet, weswegen ihr die Festnahme erklärt wurde. 

15.22 Uhr: Markus Deindl, Leiter der SOKO Höfen: „Am Tatort ist ein Gegenstand mit der DNA des noch Flüchtigen gefunden worden. Diese Person ist noch flüchtig. Wir suchen außerdem nach einer Person, die sich vermutlich zeitgleich mit dem Gesuchten an einer Tankanlage an der Autobahn A95 am 22. Februar gegen 3.15 Uhr aufgehalten hat. Wir bitten die Person sich zu melden.“

15.18 Uhr: Die Festnahme der Tatverdächtigen sei am Mittwoch erfolgt.

Öffentlichkeitsfahndung: 10.000 Euro Belohnung ausgesetzt

15.16 Uhr: Ähnlich gelagerte Fälle werden derzeit bundesweit von der Polizei geprüft. 

15.12 Uhr: Die Tatzeit wurde auf die Nacht vom 22. Februar auf den 23. Februar eingegrenzt. Der Gesuchte habe sich am Tatort befunden. Die Tatortarbeit läuft noch. Die schwerverletzte Hausbesitzerin ist laut Polizei nach wie vor nicht ansprechbar. 

Polnisches Geschwisterpaar verdächtigt, Frau (49) in Untersuchungshaft

15.10: Die polnische Pflegekraft ist laut Polizei die Schwester des Gesuchten. Seine DNA war in der Datenbank der Polizei gespeichert. Er ist in Deutschland polizeilich bekannt. Er wird derzeit in seiner Heimat Polen vermutet.

15.09 Uhr: Polizeipräsident Robert Kopp: „Die Ermittlungen laufen jetzt weiter.“

15.07 Uhr: Eine Person habe sich in der Tank- und Rastanlage Höhenrain aufgehalten und könnte unter Umständen Angaben zum Fahrzeug des oder der Täter machen. Dieser wichtige Zeuge wird derzeit gesucht.

15.05 Uhr: Leitender Oberstaatsanwalt Hajo Tacke: „Eine 49-Jährige, die im vergangenen Jahr als Pflegekraft im Haus eines der insgesamt drei Opfer gearbeitet hatte, sitzt wegen des Verdachts der Beihilfe in Untersuchungshaft.“

15.00 Uhr: Polizeipräsident Robert Kopp: „Es gibt zwei mutmaßliche Tatverdächtige, die ermittelt wurden.“

Stimmen aus Höfen zu den Ermittlungen

14.50 Uhr: Hans Hartl, Mesner in Höfen äußert sich zu dem Fahndungserfolg der Polizei: „Für die Höfener ist das mit Sicherheit eine große Erleichterung, ihnen ging das ganz nahe, sie hatten das Verbrechen ja direkt vor der Haustür. Es ist in jedem Fall eine Erleichterung, ein Fall, der nicht gelöst ist, ist ja immer schlecht.“

13.15 Uhr: Königsdorfs Bürgermeister Anton Demmel: "Habe es gerade erfahren, aber man will hier auf dem Dorf auch mehr wissen. Wenn man von einer Großstadt wie in Berlin von so einem Fahndungserfolg hört, denkt man sich, jetzt soll der Rechtsstaat übernehmen, aber bei uns, in so einen kleinen Ort, da will man mehr erfahren, die Hintergründe, man will wissen, was ist jetzt da passiert.“

13.10 Uhr: Der BR berichtete weiter, dass durch einen genetischen Fingerabdruck ein weiterer Tatverdächtiger identifiziert werden konnte. Auch der zweite Tatverdächtige soll aus Polen stammen und der Polizei namentlich bekannt sein. Er sei noch nicht festgenommen worden.

13.05 Uhr: Wie der BR berichtete, soll die festgenommene Polin die Pflegekraft des kürzlich verstorbenen Mannes des Hausbesitzerin, die schwerverletzt überlebte, gewesen sein. Die aus Polen stammende Frau soll den Tätern den entscheidenden Tipp auf das Haus der 76-Jährigen in der Gemeinde Königsdorf gegeben haben. Die Ermittlungen sollen sich bereits seit Beginn der Untersuchungen auf die Frau konzentriert haben.

12.30 Uhr: Auch in der Bürgerversammlung in Königsdorf am Donnerstagabend war die Bluttat in Höfen ein Thema. Zu diesem Zeitpunkt sei noch nicht bekannt gewesen, dass zwei Tatverdächtige ermittelt wurden. „Es ist etwas passiert, von dem man nie gedacht hätte, dass es hier möglich ist“, sagte der sichtlich betroffene Königsdorfer Bürgermeister.

10:20 Uhr: Laut TZ-Informationen ist eine Polin in Ostdeutschland festgenommen worden. Ein Bekannter von ihr werde derzeit noch gesucht.

10.40 Uhr: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd teilte soeben mit, dass zwei Tatverdächtige ermittelt werden konnten. Am Freitagnachmittag um 15 Uhr wird es dazu eine Pressekonferenz im Feuerwehrhaus Weilheim mit weiteren Informationen geben.

10.39 Uhr: Geplant und abgesagt: Wie unsere Reporter vor Ort exklusiv erfahren haben, waren die Taucher nicht in der Loisach. Die Polizei verschob den Einsatz, weil es regnet. Der Wasserstand ist zu hoch und die Strömung zu stark. „Unter diesen Umständen macht ein Tauchgang keinen Sinn“, sagt Polizei-Pressesprecher Jürgen Thalmeier zum Tölzer Kurier.

Das sind die Nachrichten vom Mittwoch, 8. März

14.22 Uhr: Ab Donnerstag setzt die Polizei Taucher an der Loisach ein. Die Vorarbeiten laufen bereits, morgen dann sollen die Taucher den Bereich von Bichl bis Wolfratshausen absuchen

Das sind die Nachrichten vom Dienstag, 7. März

16.05 Uhr: Über eine Woche nach dem Gewaltverbrechen in Höfen beherrschen noch immer Angst und Unsicherheit die Gemeinde. Am Sonntag vor einer Woche hatte die Polizei in einem Einfamilienhaus in Höfen, zweieinhalb Kilometer von Königsdorf entfernt, zwei Tote und die schwerst verletzte Hauseigentümerin Luise Strauch gefunden. 

Von den Tätern, die ihre Opfer misshandelt und erschlagen haben, fehlt bis heute jede Spur. 

Strauchs Nachbarn sind immer noch geschockt. Viele fühlen sich verunsichert. Das Seelsorgeteam des Pfarrverbandes Königsdorf-Beuerberg bietet den Einwohnern von Höfen in dieser schweren Zeit nun seelsorgliche Unterstützung an. Gemeindereferentin Martina Ludwig erklärt dazu: „Uns ist es wichtig, dass die Einwohner sich in dieser Situation nicht allein gelassen fühlen.“ Details möchte Ludwig nicht preisgeben.

Das sind die Nachrichten vom Freitag, 3. März

13.41 Uhr: Die Polizei ist auf der Suche nach verdächtigen Gegenständen, wie ein Sprecher bestätigt. Ein konkreter Hinweis ist allerdings nicht der Grund für die Suchaktion.

Auch an der B472 bei Bad Heilbrunn ist ein Mannschaftswagen im Einsatz.

13.38 Uhr: Wie die Kollegen vom Tölzer Kurier berichten, durchkämmen Beamte der Soko Höfen gerade das Gelände bei Bad Heilbrunn

Das sind die Nachrichten vom Donnerstag, 2. März

19.15 Uhr: Wie steht es um die Dringlichkeit der Hinweise? „Ein konkret verwertbarer Hinweis auf eine Person oder ein Fahrzeug war nicht dabei“, zieht Polizeisprecher Jürgen Thalmeier am Tag nach der Sendung Bilanz. Es seien in der Nacht zwei Einsatzteams bereitgestanden, um neue Spuren direkt zu verfolgen. Als dringlich hätte sich aber keine davon herausgestellt. Die Hinweise werden nun von den Ermittlern detailliert ausgewertet.

17.42 Uhr: Zwischenzeitlich konnte die Auswertung der ersten gesicherten Spuren in enger Abstimmung mit dem LKA und dem Institut für Rechtsmedizin in München in die Wege geleitet werden. 

Tatortgruppe des BKA in die Ermittlungen eingebunden

16.32 Uhr: Am Tatort wird weiterhin die komplexe Spurenlage akribisch aufbereitet und gesichert. Zur Unterstützung vor Ort ist seit Donnerstagmittag die Tatortgruppe des Bundeskriminalamts in die Arbeiten mit eingebunden.

15.49 Uhr: Insgesamt hat die Polizei seit Bekanntwerden der Gewalttat „etwas mehr als 130 Hinweise“ erhalten, inklusive der Anrufe während und nach der Sendung.  

15.42 Uhr: Die Polizei sieht „positive Ansätze“, die sie aus den bereits eingegangenen Hinweisen ziehen kann. Nach der Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ sind bislang 20 Meldungen eingegangen, von denen offenbar einige bei den weiteren Ermittlungen hilfreich sein könnten.

14.07 Uhr: Mit welcher Waffe erschlugen die Täter ihre Opfer? Bei der Antwort auf diese Frage hält sich die Polizei bislang bedeckt. Ein Grund könnte sein, dass in vielen Fällen die Tatwaffe sogenanntes Täterwissen ist und die Polizei der Öffentlichkeit diese Info deshalb „aus ermittlungstaktischen Gründen“ vorenthält. Wir haben Markus Ellmeier, Sprecher des Polizeipräsidium München, und Anton Huber, Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberbayern Süd, dazu befragt, was genau eigentlich Täterwissen ist und wie generell die Vorgehensweisen der Beamten bei der Öffentlichkeitsarbeit ist. Hier geht es zu dem Artikel.

11.41 Uhr: Nach dem Aufruf bei „Aktenzeichen XY“ sind 17 neue Hinweise bei der Polizei eingegangen. Das bestätigte die Polizei gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Doch noch steht nicht fest, wie entscheidend diese Hinweise sein werden.

Das sind die Nachrichten vom Mittwoch, 1. März

22.06 Uhr: Im Verlauf der Sendung sind bereits elf bis zwölf Hinweise eingegangen, ob diese allerdings verwertbar sind, wird sich erst zeigen und konnte vom Sprecher des LKA nicht bestätigt werden.

21.01 Uhr: Der Fall wurde zu Beginn der Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ thematisiert. Alles dazu lesen Sie hier.

18.22 Uhr: Die Soko ermittelt inzwischen auch im Umfeld der Todesopfer in Hagen (Nordrhein-Westfalen) bzw. Eschborn in Hessen, von wo sie stammten. Dazu gehört, ob hier ein Hintergrund zur Tat liegen könnte. Luise Strauch selbst hatte bis vor Jahren mit ihrem Mann Manfred zeitweise auch in München-Solln in einem Mehrparteienhaus gewohnt. Dort konnte man sich aber nicht an beide erinnern. Im Oktober 2016 starb der Ehemann.

Polizei sucht Personen, die die Hausbesitzerin kennen

17 Uhr: Im Zuge der Auslobung hat die Polizei ein Foto des überlebenden Opfers Luise Strauch zur Veröffentlichung geschickt. Da das Opfer überregionale Kuraufenthalte hatte, erhoffen sich die Beamten Hinweise von Personen, die Luise Strauch kennen und bislang noch keinen Kontakt zur Soko „Höfen“ hatten. Vor allem suchen die Beamten weitere Informationen zum Opfer und seinem Umfeld.

Die Polizei sucht Menschen aus dem Umfeld des überlebenden Opfers von Königsdorf.

16.58 Uhr: Weiterhin stellt sich die Frage, ob etwas aus dem Haus entwendet wurde. Allerdings deutet mittlerweile alles darauf hin, dass die Täter „offensichtlich das ganze Gebäude nach Wertgegenständen durchsucht haben“, so eine Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd vom Mittwochnachmittag. Ob sie fündig wurden, ist noch unklar - die Begehung des Tatorts ist erst möglich, wenn die Spurensicherung ihre Arbeit beendet hat. 

16.46 Uhr:

Die Polizei geht von mindestens zwei Tätern aus, die möglicherweise nach der Tat blutverschmierte Kleidung getragen haben. Darum wurde der Fahndungsaufruf aktualisiert: 

  • Wer hat in oder nach dem genannten Tatzeitraum Personen mit Blutanhaftungen an der Kleidung im näheren Umfeld des Tatorts bzw. an Verbindungsstraßen zum Tatort, auch an Parkplätzen oder Tankstellen, gesehen?

LKA lobt Belohnung für Hinweise aus

16.45 Uhr: Die Polizei gibt bekannt, dass das LKA eine Belohnung von 10.000 Euro ausgelobt hat für Hinweise, die zur Aufklärung des Verbrechens oder zur Festnahme der Täter führen.

16.10 Uhr: Wir tickern die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY...ungelöst“ heute Abend für Sie mit. Um 20.15 Uhr geht es los: Und hier finden Sie den Ticker

16 Uhr: In etwa vier Stunden beginnt die Sendung Aktenzeichen XY im ZDF. Neun Fälle werden aufgegriffen, der aktuellste wird der Raubmord in Königsdorf sein. Moderator Rudi Cerne ruft bereits jetzt in einem Trailer zur Mithilfe auf, damit die Ermittler dieses grausame Verbrechen aufklären können. 

10.20 Uhr: Die Polizei grenzt den Tatzeitraum weiter ein. Bislang war von Mittwochabend bis zum frühen Samstagmorgen die Rede. Nun sprechen die Ermittler nur noch von der Nacht auf Freitag

Der Profiler Alexander Horn auf dem Grundstück in Königsdorf-Höfen, wo in der Nacht zu Freitag zwei Senioren ermordet und die Hausbesitzerin schwer verletzt wurde.

Bluttat in Königsdorf: Das waren die News vom Dienstag, 28. Februar

20 Uhr: Ein Ermittler berichtete unserer Zeitung: „In dem Haus gab es einen regelrechten Gewaltexzess. Es ist einfach nicht vorstellbar, wie jemand diesen drei alten Menschen so etwas antun konnte“. Eines der Opfer lag dem Ermittler zufolge gefesselt im Keller. Die Rohheit der Morde weise auf Hass oder panische Angst hin, hieß es.

17.25 Uhr: Der Zustand der schwer verletzten 76-jährigen Hauseigentümerin Luise S. hat sich noch nicht stabilisiert, berichtet Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Er ist sehr ernst.“ Noch sei nicht absehbar, wann die Frau vernommen werden könne. Sie liegt im Krankenhaus und wird bewacht. „Wir tun alles für ihre Sicherheit“, sagt Polizeisprecher Jürgen Thalmeier. Von ihrer Aussage erhofft sich die Polizei eine Beschreibung der Täter. Ob das nun bedeutet, dass die Frau noch in Lebensgefahr ist, präzisiert die Polizei nicht. 

17 Uhr: Die Spurensicherung wird noch die ganze Woche dauern.

Trickbetrüger nutzen den Doppelmord in Königsdorf für ihre Zwecke

14.49 Uhr: Der Umzug dreht eine zweite Runde, diesmal die Hauptstraße abwärts. Die Stimmung ist jetzt etwas gelöster, sagt unser Reporter vor Ort.

14.40 Uhr: Widerlicher geht es eigentlich nicht: Ein Trickbetrüger hat sich als Mitarbeiter der Soko „Höfen“ ausgegeben, wollte eine verunsicherte Rentnerin um ihr Erspartes erleichtern.

14.29 Uhr: Der Faschingsumzug ist zum ersten Mal durch. Zwölf Wagen sind es, allesamt mit bunten Themen aus dem Lokalen und der Welt. 

14 Uhr: Begleitend zur Sendung „Aktenzeichen XY“ schaltet die Soko „Höfen“ bei der Kripo Weilheim ein Hinweistelefon: Unter 0881/640-123 können sich ab 20.15 Uhr alle melden, denen etwas Verdächtiges im Zusammenhang mit der Tat aufgefallen ist.

Gedrückte Stimmung und weniger Besucher beim Faschingsumzug

13.56 Uhr: Normalerweise drängen sich die Besucher beim Königsdorfer Faschingszug dicht an dicht. Heute haben die Menschen viel Platz. Außerdem sind auffallend viele unverkleidet gekommen.

13.54 Uhr: Der Faschingsumzug läuft, auf den Wagen ist die Stimmung gut. Doch unter den Besuchern ist die Stimmung angesichts der Ereignisse deutlich gedämpft. 

13.22 Uhr: In Königsdorf herrscht 10 Minuten vor Beginn des Faschingsumzuges gähnende Leere. Könnte am schlechten Wetter liegen. Oder an „dem andern“, wie sie in Königsdorf sagen.

In Königsdorf ist es kurz vor Beginn des Faschingsumzuges noch gespenstisch still.

13.07 Uhr: Kriminalhauptkommissar Peter Körner ist Experte in Sachen Einbruchsschutz. Erst in München, jetzt bei der Kripo in Miesbach. Er berät – und ermittelt selbst. Nach dem Raubmord in Königsdorf sind viele Menschen verunsichert. Wir haben den Experten gefragt, wie man sich schützen kann.

11.42 Uhr: Alt-Bürgermeister Alfred Stangler, Mitglied bei der Faschingsgesellschaft, wird zum Zeichen der Trauer in zivil, also unverkleidet, zum Umzug kommen. Den Kollegen vom Isar-Loisachboten sagte er: „Nach Feiern und Tanzen ist mir nicht.“

11.39 Uhr: Um 13.30 Uhr beginnt der Faschingsumzug in Königsdorf. Unser Reporter ist vor Ort und schaut sich um.

Königsdorfer Faschingsumzug findet statt

10.59 Uhr: Die letzten Gewaltverbrechen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen liegen schon einige Jahre zurück. Die meisten Verbrechen waren Beziehungstaten. Unsere Kollegen vom Tölzer Kurier haben die Gewaltverbrechen der vergangenen Jahre zusammengefasst.

10.50 Uhr: In der morgigen Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ soll ein Zeugenaufruf gesendet werden. Im Detail kann der Fall allerdings (noch) nicht behandelt werden, dafür werden Fragen an die Bevölkerung gestellt.

10 Uhr: Wie geht Königsdorf mit dem brutalen Verbrechen um? Unsere Kollegen haben sich in der Gemeinde umgesehen und einen Ort in Schock und Trauer vorgefunden: Der Tag nach der Bluttat.

9.44 Uhr: Bis die schwerverletzte Hausbesitzerin vernommen werden kann, werden wohl noch Tage vergehen. Laut Polizei schwankt ihr Zustand, sie sei enormen physischen und psychischen Belastungen ausgesetzt gewesen. Offenbar wurde die Frau schwer körperlich misshandelt.

9.27 Uhr: Ein weiteres Gewaltverbrechen erschüttert Oberbayern zwei Tage nach dem Raubmord in Königsdorf: In Rott am Inn wurden zwei Menschen bei einem Nachbarschaftsstreit getötet.

07.35 Uhr: Jetzt ist einer der besten am Tatort: Alexander Horn (43), Münchens Chef-Profiler! Der Leiter der Dienststelle für Operative Fallanalyse beim Polizeipräsidium München ist gestern in Höfen im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen eingetroffen. Das berichtet die tz.

Bluttat in Königsdorf: Das waren die News vom Montag, 27. Februar

18.51 Uhr: Am zweiten Tag nach Entdeckung der Toten in dem Einfamilienhaus in Königsdorf ist die Faktenlage bereits klarer. Ein Detail will allerdings nicht so recht ins Bild passen

16.55 Uhr: Der Königsdorfer Faschingszug wird definitiv stattfinden. Dies geht aus einem Schreiben des Rathauses an den Isar-Loisachboten hervor. Die Organisatoren und Gemeinden hätten sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Man habe Argumente für Zu- und Absage abgewägt und sei dann zu dieser Entscheidung gekommen. Die Verantwortlichen bitten insbesondere bei den Personen um Verständnis, die bei dieser Abwägung gegebenenfalls eine andere Entscheidung getroffen hätten. Die Gemeinde und die Veranstalter hoffen darüber hinaus auf die Eigenverantwortung der Zugteilnehmer und der Bevölkerung.

Polizei und Staatsanwaltschaft äußern sich bei einer Pressekonferenz

16.45 Uhr: An den Opfern sei "massiv Gewalt angewendet" worden, so Polizeisprecher Jürgen Thalmeier.

16.23 Uhr: Der Tatzeitpunkt konnte eingegrenzt werden. Vergangenen Mittwochabend habe es ein Telefonat mit einem der Opfer gegeben. „Seitdem war der Kontakt abgerissen“, sagte der Leiter der Sonderkommission „Höfen“, Markus Deindl. Die Ermittler gehen von mehreren Tätern aus.

16.18 Uhr: Die beiden Todesopfer sind mit hoher Wahrscheinlichkeit identifiziert. Es handelt sich um einen alleinstehenden 81-jährigen Mann aus Nordrhein- Westfalen und eine 76-jährige Frau aus dem Raum Frankfurt, die mit der Hausbesitzerin befreundet waren. Beide starben eines gewaltsamen Todes durch stumpfe Gewalt. Die schwer verletzte 76-jährige Hausbesitzerin ist noch nicht vernehmungsfähig.

16.15 Uhr: Die aufwändigen kriminaltechnischen Untersuchungen am Tatort dauern noch an. In den vergangenen Tagen wurde bereits eine intensive Befragung der Anwohner und Nachbarn im Weiler Höfen durchgeführt. Darüber hinaus sind für die Soko folgenden Fragen von Bedeutung, die sich vor allem auch an die Bewohner der benachbarten Weiler und Gemeinden richten:

  • Wer hatte vor oder während des fraglichen Tatzeitraums Kontakt, z.B. am Gartenzaun oder an der Haustür, zu Personen, die augenscheinlich nicht ins Ortsbild passen bzw. nicht in der Region wohnhaft sind?
  • Wer hat in diesem Zeitraum Personen oder entsprechende Fahrzeuge gesehen, die sich normalerweise nicht in Königsdorf und den angrenzenden Weilern aufhalten?
  • Wem sind während diesen Zeitraums Veränderungen in der täglichen Routine aufgefallen? „War etwas nicht so, wie es normalerweise ist?“

Hinweise werden von der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Telefonnummer 0881/640-0 entgegen genommen.

Polizei will mehr Präsenz in der Region zeigen

16.10 Uhr: Die Sonderkommission „Höfen“ unter Leitung von Kriminaloberrat Markus Deindl wurde sukzessive auf rund 50 Mitarbeiter erweitert. Ebenfalls involviert sind Beamte der Operativen Fallanalyse Bayern. Polizeipräsident Robert Kopp hat der Sonderkommission die volle personelle und logistische Unterstützung zugesichert. Die Staatsanwaltschaft München II hat die Sachleitung übernommen. 

16.05 Uhr: Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wird die polizeiliche Präsenz in der Region verstärken. Polizeipräsident Robert Kopp und Leitender Oberstaatsanwalt Hajo Tacke: „Die Sicherheit der Bevölkerung und die Aufklärung des Verbrechens haben oberste Priorität!“

15.30 Uhr: "Eine überaus schreckliche und brutale Tat", nannte Polizeipräsident Robert Kopp auf der Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagnachmittag in Weilheim die Tat von Königsdorf, "So etwas hat es bei uns in der Region bisher noch nicht gegeben!" Kopp betonte, dass es sich um eine Ausnahmetat handelt, "der normale Wohnungseinbrecher ist scheu und flüchtet, wenn er auf Widerstand stößt."

15.25 Uhr: Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp: „Die verletzte Dame ist schwerstverletzt und kann nicht vernommen werden.“ Zu den Tätern sagte er: Sie seien scheu und wollen keinen Kontakt.

15.23 Uhr: Die Komplexität des Tatorts liege nach Deindl in der Größe des Hauses. „Es war ein relativ schlichtes Einfamilienhaus.“ Man wisse nicht, wie die Opfer zueinander standen.

Hinweise auf flüchtige Täter fehlen

15.20 Uhr: Die Tatortarbeit in dem Haus ist von größter Bedeutung, da man bisher keinerlei Hinweise auf die flüchtigen Täter habe, so Kriminaloberrat Markus Deindl. Die Spurensicherung werde diese Woche voraussichtlich noch abgeschlossen, dann beginne die Auswertung der Spuren. 

15.18 Uhr: Kriminaloberrat Markus Deindl: „Es ist ein absolutes Kapitaldelikt und definitiv nicht gewöhnlich.“ Es gebe derzeit keine Anhaltspunkte zu den Tätern. 

15.16 Uhr: Die Obduktionsergebnisse werden zeitnah erwartet.

15.15 Uhr: Die beiden Todesopfer sind mit hoher Wahrscheinlichkeit identifiziert. Es handelt sich um einen alleinstehenden 81-jährigen Mann aus Nordrhein- Westfalen und eine 76-jährige Frau aus dem Raum Frankfurt, die mit der Hausbesitzerin befreundet waren. Beide starben eines gewaltsamen Todes durch stumpfe Gewalt. Die schwer verletzte 76-jährige Hausbesitzerin ist noch nicht vernehmungsfähig.

15. 14 Uhr: Polizeisprecher Jürgen Thalmeier: Die Personen sind durch stumpfe Gewalt zu Tode gekommen. Zu den Tatwaffen könne derzeit keine Angaben gemacht werden. 

15.12 Uhr: Zum entwendeten Gut können derzeit keine Angaben gemacht werden. Es sei nicht offensichtlich etwas entwendet worden, gebe keine Aufbruchsspuren an Schränken oder dergleichen.

15.10 Uhr: Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp Sehr wichtig, wenn jemand etwas bemerkt, dass er sofort 110 wählt.

15.05 Uhr: Die Arbeit der Spurensicherung wird mehrere Tage dauern. 

Zwei Tote bei Gewaltverbrechen in Königsdorf

14.40 Uhr: Ein weiterer Bürger äußert sich. Er war langjähriger  Gemeinderat, Chef des Wertstoffhofs und Mesner der Kirche St. Laurentius: Hans Hartl zeigte sich gegenüber dem Isar-Loisachboten zu der Bluttat in der Gemeinde fassungslos: „Das kann doch nicht wahr sein.“ Wenn man von solchen Verbrechen hört, dann haben sie sich in München, Hamburg oder Berlin abgespielt.“ Hartl findet, dass sich allgemein etwas ändert in Deutschland, und das nicht zum Besseren. Die Sitten verrohen. Gekannt hat er Luise S. kaum, trotzdem gehe ihm sehr nah, was ihr passiert sei.

14.25 Uhr: Wie ein Reporter des Isar-Loisachboten berichtete, werden die Buden für den Faschingszug am Dienstag bereits aufgebaut. Bürgermeister Anton Demmel sagte gegenüber der Zeitung am Montagvormittag, dass man sich die Entscheidung, ob der Faschingszug in Königsdorf stattfindet noch bis  Dienstag Mittag vorbehalten wolle.

Bürgermeister Demmel war dabei, als das Haus geöffnet wurde

14.15 Uhr: Statement des Königsdorfer Bürgermeisters Anton Demmel gegenüber dem Isar-Loisachboten: Als Mitglied der zuständigen Feuerwehr stand Demmel beim Öffnen des Anwesens unmittelbar an der Eingangstür. Durch den Türspalt hindurch sah er extreme Unordnung. „Da war mir klar: Wir finden hier nichts Gutes.“ Wenige Augenblicke später hörte Demmel einen Polizisten schreien: „Sanitäter!“

13.20 Uhr: „Das war für uns alle ein großer Schreck.“ Mit diesen Worten reagiert ein Anwohner auf das Gewaltverbrechen von Höfen. „Wir hoffen alle, dass die schwer verletzte Frau durchkommt und dass die Verbrecher möglichst schnell gefasst werden.“ Seine Familie sei mit Luise S. gut bekannt, fast befreundet gewesen, man habe sich immer mal wieder getroffen. „Sie war für ihr Alter noch recht aktiv“, sagt der Mann, der namentlich nicht genannt werden möchte, über die 76-Jährige. Sie sei oft in der Tölzer Gegend beim Wandern gewesen. Seiner Erinnerung nach lebte Luise S. seit den 1980er Jahren in Höfen, ursprünglich stamme sie seiner Erinnerung nach aus München. Zuletzt habe sie ihren schwer kranken Mann gepflegt. Dieser sei im Oktober verstorben, seitdem sei Luise S. viel alleine gewesen. Von Verwandten vor Ort wisse er nichts.

Bluttat in Königsdorf: Soll der Faschingszug stattfinden? 

12.40 Uhr: Der Königsdorfer Altbürgermeister Alfred Stangler sagt gegenüber demIsar-Loisachboten: „Ich kenne die Opfer persönlich nicht, soweit ich das – Stand jetzt – beurteilen kann. Ein solch brutales Vorgehen ohne Rücksicht auf Verluste gegen Menschen in unserer Gemeinde – das ist kaum vorstellbar. Sicher, Einbrüche sind auch in Königsdorf immer mal vorgekommen. Doch in diesen Fällen waren die Bewohner nicht zu Hause. Meine Tochter wohnt in Schwaighofen. Das liegt nicht weit weg von Höfen. Man macht sich natürlich seine Gedanken, wenn plötzlich so nah ein Verbrechen geschieht. Nach allem, was man in Presse und Fernsehen sieht und hört, habe ich subjektiv den Eindruck, dass derartige Gewaltaten zunehmen. Wir und auch die Menschen in unserer Nachbarschaft achten deshalb in den vergangenen paar Jahren verstärkt darauf, dass Türen und Fenster abgeschlossen sind und das Haus gut gesichert ist. Die Methoden dieser Verbrecher werden ja auch immer raffinierter. Ob der Faschingszug stattfinden soll? Schwierige Frage. Natürlich hat sich unser Maschkera-Verein, in dem ich selbst Mitglied bin, viel Arbeit gemacht. Aber ganz ehrlich: Mir ist nach diesen Vorfällen nicht nach Fasching zumute. Falls gefeiert wird, wird das sicher sehr gedämpft ablaufen.“

12.15 Uhr: Die Polizei sucht weiter nach Zeugen, die Auskünfte über auffällige Personen in Tatortnähe geben können. Hinweise werden von der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Telefonnummer 0881/6400 entgegen genommen.

12.05 Uhr: Wird in Königsdorf jetzt zurückgerudert? Bürgermeister Anton Demmel (Freie Wähler) sagt auf Nachfrage des Isar-Loisachboten: Die Entscheidung, ob der Faschingszug in Königsdorf stattfindet, sei noch nicht endgültig gefallen. Man wolle erst die Ergebnisse der Pressekonferenz am Montagnachmittag abwarten und behalte sich eine Entscheidung bis Dienstag Mittag vor.

11.10 Uhr: Wie der Pressesprecher der Maschkera, Herbert Bittmann, unseren Kollegen vomIsar-Loisachboten bestätigt, findet der Königsdorfer Faschingszug am morgigen Faschingsdienstag trotz der Gewalttat wie angekündigt statt.

Bluttat in Königsdorf: Polizei-Pressekonferenz im Live-Stream

11.02 Uhr: Zu den Ermittlungen im Mordfall von Königsdorf gibt die Polizei in Weilheim eine Pressekonferenz. Neben dem Leiter der Soko „Höfen“, Kriminaloberrat Markus Deindl, werden auch der Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Kopp und der leitende Oberstaatsanwalt Hajo Tacke teilnehmen. Merkur.de ist für sie live vor Ort und wird die Pressekonferenz via Facebook übertragen.

10.55 Uhr: Der Bayerische Rundfunk berichtete, dass der Zustand der schwerverletzten Frau weiterhin kritisch, jedoch nicht lebensbedrohlich sei. Wann die Dame vernommen werden kann, ist derzeit aber noch völlig unklar. Die Ermittler erhoffen sich durch die Einvernahme der Frau jedoch wichtige Erkenntnisse zum Tathergang.

6.30 Uhr: Ein Nachbar ist schockiert: „Hier kennt jeder jeden, man hilft sich gegenseitig, es ist nicht zu fassen, was da passiert ist.“ Eine weitere Anwohnerin kommt hinzu, auch ein kleines Mädchen, das die Polizei bereits befragt hat. Alle sind bestürzt. 

Bluttat in Königsdorf: Das waren die News vom Sonntag, 26. Februar

20.43 Uhr: Der Polizei gefällt das nicht, aber es kommen am Sonntagabend doch noch weitere Details ans Licht: Bei den Toten handelt es sich nach Informationen der „tz“ um einen 81-jährigen Mann und eine 75-jährige Frau. Offenbar wurden die beiden erschlagen. Die Eigentümerin (76) des Hauses erlitt ebenfalls Schlagverletzungen und ist schwer verletzt.  

Die Polizei hielt sich mit Informationen zur Identität der Opfer zurück

19.20 Uhr: Königsdorf ist ein Ort, den man als Voralpen-Idylle bezeichnen kann. Die Bluttat hat die Bewohner eiskalt erwischt. Alle Eindrücke von vor Ort sind hier zusammengefasst

18.26 Uhr: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wollte sich am Sonntag nicht zu der Tat äußern. Ein Sprecher sagte, es sei noch zu früh.

Die Polizei sucht die Umgebung ab. Der oder die Täter sind nach der Bluttat in Königsdorf flüchtig.

17.40 Uhr: Die Polizei hält sich weiterhin zurück mit konkreten Informationen zur Identität der Opfer, zum Tatzeitpunkt und zu den Hintergründen. Die Spurensicherung werde noch längere Zeit in Anspruch nehmen, sagte Polizeisprecher Thalmeier lediglich. Die Ermittler wollen vorerst auch das Ergebnis der Obduktion nicht mitteilen. Noch am Sonntag wurde mit der Befragung von Nachbarn begonnen, wie Thalmeier berichtete.

Die Nachbarn des Hauses in Höfen sind geschockt

17.36 Uhr: Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei liegt Raubmord nahe. Der Polizeisprecher bestätigte das jedoch nicht. „Ob etwas entwendet wurde, müssen wir noch abklären“, sagte Thalmeier. Die Überlebende liegt in einer Klinik und konnte nach den Angaben bisher nicht zur Tat vernommen werden. Ihre Aussage wird entscheidend sein. 

17.20 Uhr: Der Vorstand der Kinschdarfer Maschkera, Hans Köglsperger jun., zeigte sich betroffen von der schrecklichen Gewalttat in Höfen. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte er jedoch mit, dass der beliebte Königsdorfer Faschingszug am Faschingsdienstag - "nach Stand Sonntagmittag" - trotzdem stattfinden werde. Es stecke schließlich sehr viel Arbeit in den einzelnen Wagen, betonte Köglsperger. Allerdings komme die Vorstandschaft der Maschkera am Montagabend nochmals zusammen. Bis dahin werde man auch mehr über die schlimmen Ereignisse wissen.

16.03 Uhr: Die Nachbarn können noch nicht fassen, was sich in dem 20-Häuser-Weiler für eine Tragödie ereignet haben muss. Das sei „eine Supergegend zum Wohnen“, sagte eine Frau. Gegenüber den Medien halten sich die meisten aber bedeckt.

Die Polizei hat zwei Tote in einem Einfamilienhaus in Höfen (Weiler von Königsdorf) gefunden.

Gewalttat in Königsdorf: Polizei schweigt sich zur Identität der Opfer aus

15.22 Uhr: Zur Identität schweigen sich die Beamten weiter aus. Die Opfer können sowohl Bewohner des idyllischen Hauses sein als auch Urlauber, so der BR. Laut Bild könnte es sich bei der Schwerverletzten um eine 76-jährige Witwe handeln und bei den Toten um deren Verwandtschaft. Gegenüber unserer Redaktion wurde das bisher nicht bestätigt.

15.16 Uhr: Die Tat könnte bereits einige Tage zurückliegen, das gibt die Polizei bekannt. Nachbarn hatten laut dpa die Polizei gerufen, weil in dem Haus etwas „nicht stimme“. 

Sonntag, 14.11 Uhr: Polizeisprecher Jürgen Thalmeier hat am Tatort ein erstes Statement abgegeben. Die Polizei kann zum jetzigen Zeitpunkt wenige Informationen herausgeben, da „die Täter“ (O-Ton Polizeisprecher) noch flüchtig sind. Die Überlebende müsse geschützt werden, hieß es zudem. Fest steht: Die Spuren deuten auf ein gewaltsames Eindringen hin.

+++ Ab hier halten wir Sie mit einem Nachrichten-Ticker (aufsteigend) zu den aktuellen Ereignissen auf dem Laufenden. Unten können Sie eine Zusammenfassung lesen. +++

Gewaltverbrechen in Königsdorf: Zwei Tote, eine Schwerverletzte

Königsdorf - Wie die Polizei berichtet, passierte die Tat in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 26.02.17. Demnach wurden in einem Einfamilienhaus in Königsdorf zwei Personen tot aufgefunden. Der Mann und die Frau wurden offensichtlich Opfer eines Gewaltverbrechens. Die Kriminalpolizei hat zur Klärung des Verbrechens eine Sonderkommission eingerichtet.

Am späten Samstagabend, gegen 22.45 Uhr, stellte eine Polizeistreife im Weiler Höfen, Königsdorf, Einbruchsspuren an einem Einfamilienhaus fest. Beim Betreten des Gebäudes wurden ein Mann und eine Frau tot aufgefunden, die offensichtlich Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sind. Zur endgültigen Klärung der Identität und Todesursache werden weitergehende Untersuchungen am Institut für Rechtsmedizin vorgenommen. Eine weitere Frau wurde mit schwersten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Von den Tätern fehlt bislang jede Spur.

Zur Aufklärung des Gewaltverbrechens wurde die Sonderkommission „Soko Höfen“ eingerichtet. Die Ermittler suchen in dem Zusammenhang Zeugen, die Auskünfte über auffällige Personen in der Nähe des Tatortes geben können:

Wem sind in den Tagen vor dem 26. Februar Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Weilers Höfen aufgefallen? Hinweise werden von der Kriminalpolizeiinspektion Weilheim unter der Telefonnummer 0881/640-0 entgegen genommen.

Bilder: Zwei Tote nach Gewaltverbrechen in Königsdorf

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