Großrazzia: Es geht um eingeschleuste Vietnamesen

Glonn - Die Firma "Glonntaler Wurstwaren" hat wie etliche andere im Freistaat am Donnerstagmorgen ungebetenen Besuch bekommen.

Beamte des Zolls und der Bundespolizei rückten mit Hunden zur Durchsuchung an. Es geht um eingeschleuste vietnamesische Arbeitskräfte.

Bayernweit werden nach Angaben eines Sprechers der Bundespolizei in München 13 Objekte untersucht, fast 350 Beamte sind im Einsatz. Die Ermittlungen richten sich gegen eine Zeitarbeit-Firma mit Sitz in Dresden, die offenbar bundesweit Arbeitskräfte verleiht. Darunter sollen sich auch Vietnamesen befinden, die sich illegal in Deutschland aufhalten - so der Verdacht der Staatsanwaltschaft Dresden.

Ein Sprecherin des Hauptzollamts in Dresden sagte der Ebersberger Zeitung/Münchner Merkur, sie könne noch keine Angaben über den Ausgang der Aktion machen. Fest stehe, dass sich der Verdacht nicht gegen die Firmen richte, die durchsucht worden seien, sondern gegen das Verleih-Unternehmen. Die "Glonntaler Wurstwaren"gaben bisher keine Auskunft zu der Razzia. 

Auch in fünf weiteren Bundesländern (Sachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Thüringen und Niedersachsen) führten Zoll und Bundespolizei Durchsuchungen durch. Seit September 2009 ermitteln die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamtes Dresden und Beamte der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Halle gegen die Dresdner Zeitarbeits-Firma. Die Vermutung: Die eingeschleusten Vietnamesen sollen mit falschen Personalien oder mit gefälschten Dokumenten ausgestattet worden sein. Weiterhin besteht der Verdacht, dass Sozialversicherungsbeiträge und Steuern nicht ordnungsgemäß abgeführt wurden. 

mm

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