Verzweifelter Hilferuf

Paar zu krank, um sich um eigenen Hund zu kümmern - Sie treffen eine schwere Entscheidung

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Weil sie schwer krank sind, kann sich ein Paar aus Bernau nicht mehr um ihren Hund Robbie kümmern.

Weil sie beide schwer krank sind, kann sich ein Paar nicht mehr um seinen Schäfermix-Rüden kümmern. Deshalb haben sie sich zu einem schweren Schritt entschieden.

Gmund/Bernau - Robbie ist ein verschmuster, aufgeweckter Hund, der seinen Besitzern sehr am Herzen liegt. Er ist bei der Bernauer Familie aufgewachsen und wird von ihnen als Familienmitglied gesehen. Doch der Schäfermix-Rüde kann nicht mehr bei seinen Besitzern bleiben. 

Dahinter steckt ein trauriges Schicksal: Die Frau ist schwer an Knochenkrebs erkrankt, offenbar besteht keine Chance mehr auf Heilung. Abwechselnd befindet sie sich im Krankenhaus und im Pflegeheim. Auch ihr Mann leidet unter schweren gesundheitlichen Problemen. Ihm stehen ebenfalls mehrere Krankenhausaufenthalte bevor und er ist auf Pflege angewiesen. Das Bernauer Paar weiß, dass es sich nicht mehr angemessen um den Familienhund Robbie kümmern kann, deswegen haben sie schweren Herzens die Entscheidung getroffen Robbie abzugeben. Die beiden hoffen, dass sich neue Besitzer finden, die sich besser um ihn kümmern können. Das Vorhaben gestaltet sich allerdings schwieriger als zunächst angenommen.

Das Paar sucht dringend ein neues Zuhause für Robbie

Auch der kleine Verein „Ein Herz für Fellnasen“ aus Gmund am Tegernsee, an den sich das Paar verzweifelt wandte, stieß schnell an seine Grenzen. Immer wieder vermittelt der Verein notleidende Tiere, vor allem Straßenhunde aus Bulgarien und Rumänien, nach Bayern. Doch egal ob über ebay-Kleinanzeigen oder Facebook: bis jetzt fanden die Mitglieder des Vereins noch kein neues Zuhause für Robbie. 

Dass bisher noch kein neuer Besitzer gefunden wurde, liegt wahrscheinlich am Alter des Hundes, vermutet Caroline Weissflog, Vorsitzende von „Ein Herz für Fellnasen“. Robbie ist mittlerweile 8 Jahre alt. Aus Erfahrung weiß Weissflog, dass vor allem jüngere und kleinere Hunde gesucht werden. Sie findet es daher umso wichtiger, auch älteren Hunden wie Robbie eine Chance zu geben. „Wir wollen ihm das Tierheim möglichst ersparen, das würde er nicht packen“, sagt Weissflog. Dafür sei er zu sensibel, zu verschmust. Bei den vielen anderen Hunden, würde er wohl untergehen. 

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Carolin Weissflog geht das Schicksal der Familie und des Hundes sehr nahe. „Jeder, der ein Haustier hat, weiß, wie schlimm es ist, nicht zu wissen, was mit ihm passiert.“

Notfallmäßig ist Robbie jetzt bei einer Freundin Weissflogs untergekommen. Doch auch hier kann er nicht auf Dauer bleiben. Sie ziehe bald um und dürfe den Hund deshalb nicht behalten.

Der Verein übernehme die Kastration und Impfungen. Außerdem sei Robbie gut erzogen. Er sei sozial verträglich, laufe gut an der Leine, mag Kinder und kann auch mal länger allein bleiben, beschreibt Caroline Weissflog den Schäfermix-Rüden - „Er braucht nur noch einen Platz.“

Wer sich vorstellen kann, Robbie zu sich zu nehmen, wird gebeten, sich an den Verein „Ein Herz für Fellnasen“ zu wenden.

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