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Nach Schafrissen - Polizist überfährt nahe München fast Raubtier und ist jetzt sicher: Es war ein Goldschakal

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Von: Boris Forstner

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Treibt sich der Goldschakal, hier eine Tier im Zoo Rheine, noch immer in der Region herum?
Treibt sich der Goldschakal, hier eine Tier im Zoo Rheine, noch immer in der Region herum? © Felix Böcker/dpa

Die Schafsrisse durch einen Goldschakal nahe Huglfing haben kürzlich bayernweit für Aufsehen gesorgt. Jetzt stellt sich heraus: Er könnte immer noch dort unterwegs sein.

Huglfing - Der betroffene Landwirt Jakob Buchner aus Grasleiten hatte vor eineinhalb Wochen beim Vor-Ort-Termin noch gemutmaßt, dass das Raubtier immer noch in der Gegend ist. Begründen konnte er es nicht so recht, es war eher ein Gefühl. Zur Erinnerung: Im April hatte ein Raubtier Schafe in Huglfing gerissen, Monate später stellte sich heraus: Es war ein Goldschakal, in Bayern bislang nicht gesichtet.

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Goldschakal: Polizist überfährt auf B2 fast Tier - mitten am Tag

Die Vermutung des Landwirts wird jetzt untermauert durch einer Sichtung von Kurt Fauser aus Peißenberg. Der 61-jährige Polizist war am Samstag, 6. August, privat unterwegs und fuhr gegen 14 Uhr auf der B 2 Richtung Norden, als er zwischen den Abzweigungen nach Tauting und Huglfing plötzlich eine gefährliche Vollbremsung hinlegen musste: Ein Tier, war über die Straße gelaufen, von einem Maisfeld zum anderen, und Fauser hätte es fast mit seinem Auto erwischt.

Goldschakal in Bayern gesehen: Polizist ist sich sicher

Doch es war kein normales Tier, das war Fauser und seiner Frau auf dem Beifahrersitz sofort klar. „Eine Hund war es nicht, ein Fuchs auch nicht, dafür war das Tier zu groß – für uns blieb nur noch ein Wolf als Möglichkeit, auch wenn es eher ein Mittelding gewesen ist“, sagte Fauser. Sie haben sogar noch einen Landwirt gewarnt, der in Sichtweite Schafe auf der Weide hatte, und sind dann nach Hause gefahren. Vermutlich hätten sie nicht weiter an den Vorfall gedacht, wenn nicht sechs Tage später der Bericht über den Goldschakal im Weilheimer Tagblatt und auf merkur.de gestanden hätte.

Plötzlich ergab für die Fausers alles einen Sinn: Das Tier sah genauso aus wie das auf der B 2, auch die Örtlichkeit stimmte – Grasleiten ist Luftlinie nur rund fünf Kilometer entfernt. „Deshalb kann man nicht zwingend davon ausgehen, dass der Goldschakal nach den Schafsrissen Ende April schon weitergezogen ist“, sagt Fauser.

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