Nach einem Schneesturm

Drama nach Schneesturm: LMU-Professor aus Grafing seit Tagen verschwunden

Ein LMU-Professor aus Grafing war zu einer Bergtour aufgebrochen und in schlechtes Wetter geraten. Die Tochter des Vermissten sammelt Geld für die kostspielige Suche.

+++Update+++

Mehrere japanische Medien berichten vom Fund einer männlichen Leiche im Gebiet, in dem der Grafinger LMU-Professor seit zwei Wochen als verschollen galt. Ob es sich bei dem Toten um Martin Hofmann handelt, ist noch nicht bekannt.

Grafing - Ein Bergsteigerunglück erschüttert derzeit die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität: Vor zehn Tagen wurde Martin Hofmann, Professor für Informatik, der mit seiner Familie in Grafing wohnt, während einer Klettertour am japanischen Vulkan Mount Nikko Shirane auf der Insel Honshu von einem Schneesturm überrascht und war nicht mehr in der Lage, selbstständig ins Tal zurückzukehren. 

Das teilte ein Sprecher von „HotDot Communications“ (Berlin) mit, dem Unternehmen, das die Presserarbeit der weltweit größten Online-Spendenplattform „GoFundMe“ macht. Über diese Plattform sammelt eine Tochter Hofmanns derzeit Geld für die Suchaktion.

Lawinentoter stammt vom Staffelsee: Drama in Südtirol (merkur.de)

Aufgrund der Wetterlage sei es bislang unmöglich gewesen, die Spitze des Vulkans zu erreichen. Nach mehr als einer Woche des Wartens auf bessere Wetterbedingungen am Berg könnten sich die Rettungskräfte nun endlich auf die Suche nach dem Münchener Professor begeben, so die Berliner Agentur. „Die Wahrscheinlichkeit, ihn lebend zu bergen, sinkt jedoch mit jeder Stunde.“

Neun Tage in Mini-Hütte überlebt: Schneeschuh-Wanderer aus Traunreut gerettet (merkur.de)

Um ihre Mutter in dieser schweren Zeit zu unterstützen und um eventuelle akute Kosten sofort bezahlen zu können, hat seine Tochter eine Spendenkampagne auf GoFundMe gestartet, die seitdem auf riesige Hilfsbereitschaft stößt: Innerhalb weniger Stunden kamen bereits mehr als 11.000 Euro von über 130 Spendern zusammen – Tendenz minütlich steigend!

Rubriklistenbild: © dpa

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