Rettungsdienst mehrere Stunden vor Ort

Grippe-Alarm in Asylbewerber-Unterkunft

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Notärzte und Rettungsdienst kümmerten sich mehrere Stunden um die Kranken in der Asylbewerber-Unterkunft in Taufkirchen.

Taufkirchen - Grippe-Alarm in der Asylbewerber-Unterkunft im Taufkirchner Sport- und Freizeitpark: Ärzte und Sanitäter waren mehrere Stunden vor Ort, erst am Nachmittag gab es Entwarnung.

Die Turnhalle am Sportpark dient seit Rosenmontag als Notunterkunft für rund 160 Flüchtlinge. Der Rettungsdienst war seit dem Vormittag vier Stunden lang im Einsatz, um die Patienten zu sichten und zu behandeln.

Am Nachmittag stellte sich aber heraus, dass es sich nicht um eine grippale Masseninfektion unter den Asylbewerbern handelte, wie zunächst befürchtet worden war. Christine Spiegel, Pressesprecherin des Landratsamtes, gab gegen 16 Uhr Entwarnung: „Die medizinischen Einsatzkräfte sehen keinen Grund zur größeren Besorgnis.“

Der Großeinsatz wegen Grippealarms kam ins Rollen, als ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes gegen 11 Uhr den Notarzt alarmiert hatte, weil ein Baby erkrankt war. Als der Mediziner dann vor Ort war, meldeten sich gleich mehrere Bewohner bei ihm. So viele, dass der Notarzt Verstärkung anforderte. Ein zweiter Notarzt unterstützte ihn, schilderte ein Mitarbeiter des Landratsamtes, der vor Ort war. Nach und nach stellte sich aber heraus, dass es sich nicht um eine Grippe-Infektion handelte. „Die meisten Patienten klagten über Erkältungssymptome“, berichtet Spiegel: „Zwei Patienten wurden ins Krankenhaus eingeliefert, einer davon wegen Rückenschmerzen.“ Das erkrankte Baby konnte in der Notunterkunft bei seinen Eltern bleiben. Spiegel räumt ein: „Da ist etwas zu viel Einsatz gewesen“, und fügt hinzu: „Aber lieber zu viel, als zu wenig.“

Rund 160 Flüchtlinge sind in der Turnhalle untergebracht. Zwei Drittel stammen aus dem Kosovo, ein Drittel aus afrikanischen Staaten. Die Notunterkunft wurde im Zuge des sogenannten Winternotfallplans im Schnellverfahren eingerichtet und wird seit Rosenmontag belegt Gemeinde und Landratsamt haben insgesamt 280 Feldbetten bereitgestellt.

mm

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