Gelähmter Gatte konnte sich nicht wehren

SIE traktierte ihren Mann mit dem Fleischklopfer

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Magdalena G. (61) ist schuldunfähig und lebt jetzt in einem Wohnheim.

Gröbenzell - Der halbseitig gelähmte Ewald G. sollte eigentlich von seiner Frau gepflegt werden. Stattdessen hämmerte die gewaltätige Frau ihm unter anderem mit einem Fleischklopfer auf den Kopf.

Ein Schlaganfall hat Ewald G. (71) zum Pflegefall gemacht. Die Ehefrau des früheren Unternehmers, Magdalena (61, Namen geändert), „pflegte“ den halbseitig gelähmten Mann auf ihre Weise: Wenn ihr etwas nicht passte, verprügelte sie ihn. Als er auf der Toilette saß, traktierte sie ihn mit einem Fleischklopfer!

Sie liebe ihn nach wie vor, beteuerte die wegen vorsätzlicher Körperverletzung angeklagte Frau vor dem Landgericht München II. Doch ihr angetrauter Gatte, der inzwischen in einem Pflegeheim lebt, hat die Nase voll von ihr und die Scheidung eingereicht. Denn die brutalen Übergriffe im gemeinsamen Einfamilienhaus in Gröbenzell kann der frühere Ingenieur nicht vergessen.

Angeklagt waren zwei gravierende Fälle, die bei der Polizei zu Protokoll gegeben worden sind. Einmal soll Magdalena G. ihrem Mann mit der Faust aufs linke Auge und auf die Oberlippe geschlagen haben, während er sich einen Film anschaute. Das Opfer erlitt eine Platzwunde an der Lippe. Noch gravierender der zweite Vorfall fünf Monate später: Sie habe ihn „ohne rechtfertigenden Grund“ verletzt, so Oberstaatsanwalt Florian Gliwitzki, „indem die Angeklagte dem Geschädigten mit einem Fleischhammer aus Metall auf dessen Kopfoberseite schlug, während dieser auf der Toilette saß“. Ewald G. erlitt dabei eine Platzwunde auf der Kopfoberseite. Als sein Betreuer am Folgetag die Verletzung sah, ging er mit dem betagten Mann sofort zur Polizei.

Seit diesem Vorfall lebt die in Polen geborene Hausfrau in einem Wohnheim und wird betreut. Der Prozess verlief kurz: Laut psychiatrischem Gutachten ist die Angeklagte nicht schuldfähig. Sie leide unter Wahnvorstellungen. Das Gericht musste sie deshalb freisprechen. Heidi Pioch, die Verteidigerin der Angeklagten: „Seit sie von ihrem Mann getrennt ist, gab es keine Vorfälle mehr.

Eberhard Unfried

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