Großalarm bei EADS

Taufkirchen - Bei EADS in Taufkirchen hat am Montag ein defekter Kühlschrank einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. 20 Mitarbeiter mussten anschließend in eine Münchner Klinik eingeliefert werden.

Ein defekter Kühlschrank hat am Montag einen Großeinsatz auf dem Werksgelände von EADS in Taufkirchen ausgelöst. Einem Mitarbeiter fiel in seinem Büro am Nachmittag gegen 15.30 Uhr plötzlich auf, dass es verdächtig nach Ammoniak riecht. Der Geruch schien aus seinem Kühlschrank zu strömen. Sofort verständigte er die Werksfeuerwehr. Da die Einsatzkräfte von auströmendem Gefahrgut ausgehen mussten, riefen sie die Freiwillige Feuerwehr Taufkirchen und die Katastrophenschutztruppe des ABC-Zugs München-Land zur weiteren Unterstützung.

Alle Mitarbeiter in den umliegenden Räumen wurden sofort aus dem Gebäude gebracht. „20 Mitarbeiter sind vorsichtshalber zur medizinischen Untersuchung ins Krankenhaus gekommen, um sicher zu gehen, dass sie keine gesundheitlichen Schäden davongetragen haben“, erklärt EADS-Pressesprecher Benjamin Matt. Alle konnten das Krankenhaus aber nach wenigen Stunden wieder ohne Befund verlassen.

Wie die Polizei gestern mitteilte, konnte die Werksfeuerwehr nachweisen, dass es sich bei dem ausgetretenen Stoff tatsächlich um Ammoniak handelte. Die Beamten des Kommissariats 13, zuständig unter anderem für Brände und gemeingefährliche Delikte, haben die Ermittlungen aufgenommen.

Auch wenn alles noch einmal glimpflich ausgegangen ist, wird der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS aus diesem Vorfall seine Konsequenzen ziehen. „Wir sind dadurch darauf aufmerksam geworden, dass es noch viele solcher alten Kühlschränke hier im Unternehmen gibt“, sagt Benjamin Matt. Die sollen nun nach und nach aus dem Verkehr gezogen werden, um sich vor möglichen Gefahren von vornherein zu schützen.

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