100 Einsatzkräfte kämpfen gegen Großbrand in Bauernhof

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Der ehemalige Bauernhof mit Wohnhaus und Handwerksbetrieb wurde bei dem Feuer in Pemmering zerstört.

Isen - Ein ehemaliger Bauernhof mit Wohnhaus in Pemmering bei Isen ist in der Nacht auf Dienstag abgebrannt. Über 100 Feuerwehrler waren stundenlang im Einsatz. Der Sachschaden beträgt rund eine halbe Million Euro.

Es war gegen 1.30 Uhr, als zunächst Qualm aus dem Anwesen am Ahornweg in Pemmering aufstieg. Die erste Alarmierung der Integrierten Leitstelle Erding: “Unklare Rauchentwicklung”. Dabei blieb es nicht lange: Innerhalb von Minuten stellte sich heraus: Hier wütet ein Großbrand. Zahlreiche Feuerwehren aus der gesamten Region machten sich auf den Weg in das Dorf. Insgesamt waren Helfer aus drei Landkreisen - Erding, Ebersberg und Mühldorf - im Einsatz. Die Flammen waren trotz Starkregens kilometerweit zu sehen. Die Bewohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können, mussten aber mit ansehen, wie ihre Existenz in Rauch aufging.

Bilder vom Einsatzort

Ehemaliger Bauernhof mit Werkstatt zerstört

Bei dem brennenden Haus handelte es sich um einen früheren Bauernhof, in dessen Wohnbereich eine Handwerkerfamilie lebt. In der einstigen Tenne und im Stall waren das Büro, die Werkstatt und das Lager eines Bodenlegerbetriebs untergebracht. Dem Flammenfraß nach zu urteilen, muss das Feuer in der Mitte des Gebäudes ausgebrochen sein.

Kreisbrandrat Willi Vogl, der mit seinen Kreisbrandinspektoren Martin Angermaier und Andreas Pröschkowitz vor Ort war, sagte: “Hier kann man eigentlich nicht sehr viel mehr machen, als ein kontrolliertes Abbrennen zu ermöglichen.” Dabei gaben die Feuerwehrler unter der Einsatzleitung des Mittbacher Kommandanten Josef Perzl alles, um ein Übergreifen auf den Wohntrakt zu verhindern. Atemschutzgeräteträger kletterten aufs Dach, um die Flammen abzuwehren. Dazu gehörte auch, Gasflaschen im Inneren zu kühlen. Höchste Vorsicht war geboten, weil immer wieder Teile des Daches zu Boden stürzten.

Erschwert wurde der Einsatz auch durch das nicht gerade im Überfluss vorhandene Löschwasser. So musste zusätzlich zu Hydranten und dem Inhalt der Löschfahrzeuge eine lange Schlauchverbindung zu einem Löschweiher aufgebaut werden. Die Arbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden hin. Zur Absicherung waren drei BRK-Rettungswagen und ein Notarzt sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst, Edgar Scholz, vor Ort. Ebenfalls am Brandherd: Isens Bürgermeister Siegfried Fischer, der sich tief bestürzt über das Schadensausmaß und die Gewalt der Flammen zeigte.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Mittbach, Isen, Hohenlinden, Ebersberg, Schnaupping, Reithofen-Harthofen, Westach, Buch am Buchrain und Maitenbeth. Koordiniert wurde der Großeinsatz vom Katastrophenschutzfahrzeugt “Kater” des Landkreises Erding.

Wie es zu dem Brand kommen konnte, ermittelt die Kripo Erding. Beamte des Kriminaldauerdienstes nahmen den Unglücksort noch in der Nacht in Augenschein. Der Sachschaden dürfte einige 100.000 Euro betragen.

Hans Moritz

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