Großbrand in Dachdecker-Betrieb - hoher Schaden

Dachau/Rothschwaige  - Im Karlsfelder Ortsteil Rothschwaige ist am Freitagvormittag die Lagerhalle eines Dachdecker- und Spenglereibetriebs ausgebrannt. Der Sachschaden liegt laut Polizei bei 650 000 Euro. Verletzt wurde niemand. Für die Feuerwehr war der Einsatz nicht ungefährlich.

Großbrand in Dachdecker-Betrieb

Dem Einsatzleiter Paul Steirer machten vor allem die Gasflaschen sorgen, die sich in der Halle befanden. Aber alles ging gut. Problematisch war auch die Wasserversorgung. Die Feuerwehrmänner mussten das Löschwasser aus einem etwa 100 Meter entfernten Bach heranschaffen. Heribert Hierl ist Meister des Betriebs, der vor fünf Jahren von Dachau in die Rothschwaige umzog: „Wir waren ab sieben Uhr dort, haben gerade die Leute für die Baustellen eingeteilt, als einer ins Büro rannte und schrie, dass die hintere Halle brennt.“

Hierl und sein Chef griffen zu Feuerlöschern und liefen zur Halle. „Wir hatten aber keine Chance“, so Hierl, „um 7.32 Uhr habe ich die Feuerwehr alarmiert.“ Als die ersten Einsatzkräfte in der Rothschwaige eintrafen, hatte sich das Feuer bereits im oberen Teil der 20 mal 40 Meter großen Halle, ausgebreitet. Dort waren vorwiegend Dämmmaterialien wie Bitumen und Dachpappe gelagert, weshalb es beim Brand zu besonders starker Rauchentwicklung kam.

Vorsorglich wurden die Anwohner per Lautsprecher- und Radiodurchsagen aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Berufsfeuerwehr München nahm unterdessen Schadstoffmessungen vor, Hinweise auf bedenkliche Schadstoffwerte gab es aber nicht. Das Feuer breitete sich immer weiter aus, der Lagerboden brach und stürzte in die darunterliegende Werkhalle. Arbeitsgeräte und Maschinen wurden unter Trümmern und Schutt begraben.

Wegen der akuten Einsturzgefahr waren zuvor keine Feuerwehrmänner mehr ins Innere geschickt worden. Der Brand wurde unter anderem über die Drehleiter von oben bekämpft. Die Kripo Fürstenfeldbruck hat noch am Vormittag die Ermittlungen an der Brandstelle aufgenommen. Die Brandfahnder gehen bislang davon aus, dass ein technischer Defekt das Feuer auslöste. Anhaltspunkte für Brandstiftung gebe es nicht.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Dachau, Karlsfeld, Eschenried, Hebertshausen, Prittlbach und Geiselbullach sowie die Münchner Berufsfeuerwehr waren mit 90 Mann vor Ort. Die Löscharbeiten dauern bis in den Nachmittag hinein.

mm

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