Giftiger Qualm in Stockdorf

Schaumflut nach Brand in Sauna

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Schaumschlacht: Wegen der extremen Hitze und der schlechten Sichtverhältnisse mussten die Feuerwehrleute zunächst den Rückzug aus dem brennenden Keller antreten. Danach wurden die Räume mit Schaum geflutet

Stockdorf - Kurioser Einsatz: Das Löschen eines Saunabrandes in Stockdorf wurde für die Feuerwehren zu einer richtigen Schaumschlacht.

Der Schalter für den Saunaofen war angestellt. Doch das kontrollierte niemand, weil diese Sauna in einem Stockdorfer Einfamilienhaus nur noch als Keller-Abstellraum für alte Kartons und Styropor benutzt wurde. Am Mittwoch richtete ein Elektriker das defekte Licht im Keller, arbeitete dabei auch am Schaltkasten. Eine halbe Stunde später gegen 12 Uhr quoll plötzlich giftiger Qualm aus dem Keller. Da jedoch war nicht mehr viel zu retten.

Der Saunaofen hatte Kartons und Styropor in Flammen gesetzt. Hitze und Rauchentwicklung waren so extrem, dass die Feuerwehrleute nur noch zehn Zentimeter Sicht hatten und sich die Ohren unter der Atem-Schutzausrüstung versengten. Unter diesen Umständen gab es nur noch ein Mittel: Die Feuerwehren fluteten den Keller mit Unmengen Schaum.

Erst nach knapp zwei Stunden war der Brand endlich gelöscht. Die Bewohner – ein Rentner (73) und seine Familie – wurden nicht verletzt. Der Sachschaden ist allerdings erheblich. Er wird auf 200.000 Euro geschätzt.

Sauna brennt: Schaumschlacht für Feuerwehr

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Dorita Plange

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