Kleintransporter rammt Naturdenkmal

Großhelfendorf - Da hatte die Feuerwehr eine kurze Anfahrt. Direkt vor dem Gerätehaus in Großhelfendorf hat ein VW-Kleintransporter am Samstagmorgen ein Naturdenkmal gerammt. Es gibt zwei Schwerverletzte.

Ein VW-Transporter ist am Samstagmorgen frontal gegen die 300 Jahre alte Linde am Ortseingang von Großhelfendorf (Gemeinde Aying) geprallt. Fahrer und Beifahrer wurden schwer verletzt. Der Stamm der Linde wurde eingerissen, meldet die Polizei. Es war gegen 4.30 Uhr, als der 32-jährige Fahrer aus Glonn (Lkr. Ebersberg) von Heimatshofen kommend auf der Glonner Straße den Ortseingang von Großhelfendorf erreichte. Hier gilt eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 30.

Großhelfendorf: Kleintransporter rammt Naturdenkmal

Großhelfendorf: Kleintransporter rammt Naturdenkmal

Kurz vor der Orsteinfahrt geriet der Fahrer, der laut Polizei zu schnell unterwegs war, nach links von der Fahrbahn ab, überfuhr zunächst einen Holzpfosten und eine Warnbarke. Weil er zu heftig gegenlenkte, kam er dann nach rechts von der Straße ab, erst auf den Grünstreifen, dann auf den Gehweg und prallte gegen das Kruzifix, das an der 300 Jahre alten Linde hing. Das Kreuz wurde aus der Verankerung gerissen und landete auf der Straße.

Im Stamm der Linde, der einen Umfang von fünf Metern hat und als Naturdenkmal gilt, entstand ein Riss. Der 32-jährige Glonner und sein Beifahrer (32) aus Egmating (Landkreis Ebersberg), die beide nicht angeschnallt waren, erlitten Brüche und Prellungen und wurden in ein Münchner Krankenhaus gebracht. Unklar ist noch, ob der Fahrer alkoholisiert war, meldet die Polizei: Dem Glonner wurde Blut entnommen und sein Führerschein vorläufig sichergestellt. Am VW-Transporter entstand ein Schaden von 5000 Euro.

Und das Holzkreuz? „Der Herrgott ist unversehrt, das Kreuz ist hin“, sagt Helfendorfs Feuerwehrkommandant Hans-Peter Huber. Noch in der Nacht begutachtete Bürgermeister Johann Eichler den verletzten Baum. Aus Sorge, dass dieser instabil geworden sein könnte, sperrten die Feuerwehren Helfendorf und Aying die Straße rund um die Linde ab. Am Samstag untersuchte ein Gutachter das Naturdenkmal und gab Entwarnung: Der Riss im Stamm ist unerheblich. Die Straße wurde wieder freigegeben. Und noch eine kurisose Beobachtung teilt die Polizei mit: Der Aufprall des Kreuzes war so stark, dass sich die Inschrift des Kreuzes auf die Motorhaube des Transporters einprägte.

icb

Rubriklistenbild: © Gaulke

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