Jetzt droht ihm Haftstrafe

Opa verging sich an Enkelinnen - und gesteht vor Gericht alles

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Der Angeklagte vor Gericht.

Murnau - Ein heutiger Rentner soll sich mehrfach an seinen Enkelinnen vergriffen haben. Vor Gericht legt er ein umfassendes Geständnis ab - leugnet aber einen Punkt der Anklage.

Niemand dachte sich etwas dabei: Immer wenn Oma und Opa in Murnau zu Besuch waren, ging der Opa mit den beiden Enkeltöchtern in den Keller zum Spielen. Doch statt mit ihnen Barbie zu spielen, verging er sich regelmäßig an ihnen. Die Mädchen (heute 27 und 29) waren zwischen vier und sechs Jahre alt. Am stärksten betroffen war die ältere. Sie litt so sehr unter den Vorfällen, dass sie 16 Jahre nach den letzten Taten zur Polizei ging. Im November 2015 wurde der Großvater, ein verwitweter Rentner (79) aus Peißenberg, festgenommen.

Seit Donnerstag muss er sich wegen 39 Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Landgericht München II verantworten. Dort gab er alles zu. Über seinen Verteidiger Maximilian Grashey räumte er die Vorwürfe vollständig ein - "außer die Vielzahl von Fällen". "Es tut ihm unglaublich leid", sagte sein Verteidiger, "er möchte zu seiner Schuld stehen." Auch wolle er es seinen Enkelinnen ersparen vor Gericht auszusagen. Die Staatsanwältin stellt sich eine Haftstrafe von sechs bis sieben Jahren vor. Der Verteidiger hält etwa vier Jahre für angemessen.

Nina Gut

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