Wirtinnen mit neuem Einkehr-Schwung

Grünwalder Einkehr: Arabella und Ramona Pongratz senken Preise

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Grünwalder Einkehr hat neue Chefin: Arabella (r.) und Tochter Ramona Pongratz vor ihrer Grünwalder Einkehr. Papa Peter ist jetzt raus aus der Führung.

Die Grünwalder Einkehr soll bodenständiger und traditioneller werden. Die neuen Wirtinnen Arabella und Ramona Pongratz haben ein neues Konzept. 

München - Sie stammt aus einer der reichsten Familien Münchens, doch Arabella Pongratz (51) – geborene Schörghuber – ist eine zurückhaltende, bodenständige Frau. Dazu passt auch das neue Konzept, das sie zusammen mit Tochter Ramona (20) für ihr Restaurant Grünwalder Einkehr entwickelt hat.

Bodenständiger und traditioneller soll die Einkehr werden, deswegen haben die beiden fast durchweg alle Preise gesenkt. „Wir wollen für alle sein: vom Handwerker über den Radl­fahrer bis zum prominenten Gast“, sagte Arabella Pongratz gestern bei der Vorstellung des Konzepts.

Ein Schweinsbraten kostet nun 13 Euro statt vorher 16,50 Euro, eine Halbe Bier 4,30 Euro statt 4,50 Euro und ein Haferl Kaffee 3,80 Euro statt 4,50 Euro. Damit wollen die Wirtinnen auch Gäste ins Lokal locken, denen die Einkehr früher zu schick und zu teuer war.

Grünwalder Einkehr will junges Publikum anlocken 

Früher: Das war die Zeit, als Arabellas Noch-Ehemann Peter Pongratz (71) die Grünwalder Einkehr führte. Im Januar war bekannt geworden, dass sich das Paar getrennt hat. In der Ehe soll es Probleme gegeben haben, hieß es. Im Januar war dann auch der Handelsregister-Eintrag für die Grünwalder Einkehr geändert, Arabella ließ Peter streichen und wurde alleinige Geschäftsführerin. Nun hat sie Tochter Ramona ins Boot geholt. 

Grünwalder Einkehr Ein Blick in die neu dekorierte Gaststube – viel Holz und viel Licht prägen den Eindruck.

Die macht gerade noch einen Aufbau-Kurs als Event-Managerin in London. Ab dem Sommer will sie dann die Mama in der Einkehr unterstützen. Ramona wird sich vor allem ums Thema Social Media und um Events kümmern. „Wir wollen mehr Veranstaltungen als bisher hier anbieten und auch junges Publikum anziehen“, sagt sie. Küchenchef Tobias Bosch (36) setzt beim Essen auf Regionales – allerdings auch mal auf Artfremdes wie Tapas oder Burger. „Eins ist uns wichtig: Jeder soll satt werden, es gibt ausreichend große Portionen“, sagt er. Auch spezielle Gerichte für Allergiker wollen die Wirtinnen anbieten, Arabella Pongratz ist selbst leidgeplagt. „Ich bin froh, einen Küchenchef zu haben, der mich versteht“, sagt sie.

Chefkoch ­Tobias Bosch – hier hat er ein Wiener Schnitzel gebrutzelt.

Zum Thema Wiesn wollte Pongratz nichts sagen, man warte noch auf die Zulassung der Stadt. Nach tz-Informationen betreibt sie das „Winzerer Fähndl“ heuer nochmal mit Ehemann Peter. Für die Folgejahre wird Ramona als heiße Nachfolgerin ihres Papas gehandelt. An den erinnern in der Einkehr nur noch ein paar Urkunden. 

Ramona Weise

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