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Grundsteuer: Alle sollen wieder gleich behandelt werden - Finanzamt beantwortet wichtigste Fragen

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Von: Franziska Konrad

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Noch bis 31. Oktober müssen Grund-, Haus- und Wohnungseigentümer die neue Grundsteuererklärung abgeben. Das Finanzamt Dachau beantwortet häufig gestellte Fragen.

Warum muss eine Grundsteuer abgegeben werden?

Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherigen Berechnungsgrundlagen für die Grundsteuer als verfassungs- widrig eingestuft. Bemängelt wurde vor allem, dass die Werte veraltet sind und des- halb die Grundsteuerzahler ungleich behandelt werden. Der Gesetzgeber war darauf- hin verpflichtet, die Berechnung neu zu regeln. „Die Abgabe der Erklärung dient dazu, dass die Grundsteuer von der Stadt oder der Gemeinde erhoben werden kann, in deren Gebiet das Grundstück oder der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft liegt“, erläutert eine Sprecherin des Dachauer Landratsamts. Die Einnahmen fließen ausschließlich den Kommunen zu.

Neue Grundsteuererklärung: Abgabefrist bis Oktober - Finanzamt beantwortet häufige Fragen

Die Landkreisgemeinden haben zuletzt diese Realsteuerhebesätze festgelegt.
Die Landkreisgemeinden haben zuletzt dies Realsteuerhebesätze festgelegt. © Grafik: Mm/Quelle: Landratsamt DAH

Warum müssen Angaben gemacht werden, die dem Finanzamt vermeintlich vorliegen?

„Der Steuerverwaltung liegen die für die Berechnung der neuen Bemessungsgrund- lage notwendigen Daten zu den Grundstücken beziehungsweise Betrieben der Land- und Forstwirtschaft nicht, nicht vollständig oder nicht immer in aktueller Fassung vor“, erläutert die Sprecherin. Beispielsweise sind Flurstücke aus dem Liegenschaftskataster nicht mit der für die Grundsteuer maßgeblichen wirtschaftlichen Einheit gleichzusetzen. „Die Grundsteuererklärung für Grundstücke in Bayern kann dabei mit nur wenigen Angaben erledigt werden“, betont Fachfrau. Die dafür notwendigen Daten sind in der Regel leicht ermittelbar, nachdem das bayerische Grundsteuermodell als Flächenmodell allein auf den Grundstücks- und Gebäudeflächen sowie auf der Art der Gebäudenutzung basiert.

Neue Grundsteuererklärung - Unterschied zwischen Grundsteuer A und B

Was ist der Unterschied zwischen Grundsteuer und A und B?

Bei der Grundsteuer wird zwischen der Grundsteuer A und B unterschieden. Die Grundsteuer A – wie Agra – ist für landwirtschaftliche Betriebe fällig, die Grundsteuer B gilt für bebaute und für unbebaute Grundstücke. Die Gewerbesteuer wird auf die objektive Ertragskraft eines Gewerbebetriebes erhoben. Welche Realsteuerhebesätze die einzelnen Gemeinden im Landkreis erheben, ist aus der Tabelle des Landratsamts nebenan ersichtlich.

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Muss nun mehr Grundsteuer gezahlt werden?

„Das lässt sich nicht pauschal beantworten“, stellt das Dachauer Finanzamt klar. Die konkrete Höhe der Grundsteuer hängt ganz entscheidend vom Hebesatz der jeweiligen Gemeinde ab. Dieser wird voraussichtlich im Jahr wieder 2024 neu festgelegt. Die Staatsregierung appelliert an die Kommunen, den Hebesatz der Grundsteuer aufkommensneutral festzulegen. Insgesamt sollen also die Grundsteuereinnahmen einer Gemeinde nach der Reform nicht höher sein als davor. „Individuelle Belastungs- Verschiebungen zwischen den einzelnen Steuerpflichtigen innerhalb einer Gemeinde sind dabei aber die unvermeidbare und zwingende Folge der Entscheidung des Bundesverfassungsgericht und lassen sich in keinem Reformmodell vermeiden“, räumt die Behörde ein.

Grundsteuererklärung kann mit drei Möglichkeiten abgegeben werden

Wie kann die Grundsteuererklärung abgegeben werden?

Laut der Sprecherin bestehen drei Möglichkeiten: elektronisch über das Online-Portal Elster (www.elster.de), als graues PDF-Formular ausschließlich zum Ausfüllen am Computer und anschließendem Aus- druck auf www.grundsteuer.bayern.de und als grünes Papier-Formular zum hand- schriftlichen Ausfüllen. Das gibt es im Finanzamt und in den Rathäusern der Städte und Gemeinden.

Wie unterstützt die Steuerverwaltung bei der Abgabe der Grundsteuererklärung?

Ausführliche Informationen und Erklärvideos sind im Internet unter www.grundsteuer.bayern.de abrufbar. Zudem gibt es eine Hotline: 0 89/30 70 00 77. Ein kostenloser Online-Zugriff auf Daten aus dem Liegenschaftskataster ist bis Ende des Jahres über die Internetseite www.elster.de möglich.  mm

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