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Finanzamt klärt auf: Das müssen Eigentümer über die neue Grundsteuererklärung wissen

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Von: Hans Moritz

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Noch bis 31. Oktober müssen Grundbesitzer die neue Grundsteuererklärung abgeben. Das Finanzamt Erding beantwortet häufig gestellte Fragen.

Warum muss eine Grundsteuererklärung abgegeben werden?

Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherigen Berechnungsgrundlagen für die Grundsteuer als verfassungswidrig eingestuft. Bemängelt wurde vor allem, dass die Werte veraltet sind und deshalb die einzelnen Grundsteuerzahler ungleich behandelt werden. Der Gesetzgeber war daraufhin verpflichtet, die Berechnung der Grundsteuer neu zu regeln.

Neue Grundsteuererklärung bis Oktober 2022: Finanzamt klärt auf

„Die Abgabe der Erklärung dient dazu, dass die Grundsteuer von der Stadt oder der Gemeinde erhoben werden kann, in deren Gebiet das Grundstück oder der Betrieb der Land- und Forstwirtschaft liegt“, erläutert Sprecher Guido Riemerschmid. Die Einnahmen fließen ausschließlich den Kommunen zu.

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Die Grundsteuer muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts neu ermittelt werden, um alle Grundbesitzer gleich zu behandeln – hier das Wohngebiet am Thermengarten in Altenerding. © Hans Seeholzer

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Warum müssen Angaben gemacht werden, die dem Finanzamt vermeintlich vorliegen?

„Der Steuerverwaltung liegen die für die Berechnung der neuen Bemessungsgrundlage notwendigen Daten zu den Grundstücken beziehungsweise Betrieben der Land- und Forstwirtschaft nicht, nicht vollständig oder nicht immer in aktueller Fassung vor“, erläutert Riemerschmid. Beispielsweise sind Flurstücke aus dem Liegenschaftskataster nicht mit der für die Grundsteuer maßgeblichen wirtschaftlichen Einheit gleichzusetzen. „Die Grundsteuererklärung für Grundstücke in Bayern kann dabei mit nur wenigen Angaben erledigt werden“, betont der Sprecher. Die dafür notwendigen Daten sind in der Regel leicht ermittelbar, nachdem das bayerische Grundsteuermodell als Flächenmodell allein auf den Grundstücks- und Gebäudeflächen sowie auf der Art der Gebäudenutzung basiert.

Muss nun mehr Grundsteuer gezahlt werden?

„Das lässt sich nicht pauschal beantworten“, stellt das Erdinger Finanzamt klar. Die konkrete Höhe der Grundsteuer hängt ganz entscheidend vom Hebesatz der jeweiligen Gemeinde ab. Dieser wird von der Gemeinde voraussichtlich im Jahr 2024 neu festgelegt werden.

Grundsteuererklärung für Eigentümer - Drei Möglichkeiten für Abgabe

Die Staatsregierung appelliert an die Kommunen, den Hebesatz der Grundsteuer aufkommensneutral festzulegen. Insgesamt sollen also die Grundsteuereinnahmen einer Gemeinde nach der Reform nicht höher sein als davor. „Individuelle Belastungsverschiebungen zwischen den einzelnen Steuerpflichtigen innerhalb einer Gemeinde sind dabei aber die unvermeidbare und zwingende Folge der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts und lassen sich in keinem Reformmodell vermeiden“, räumt die Behörde ein.

Wie kann die Grundsteuererklärung abgegeben werden?

Laut Riemerschmid bestehen drei Möglichkeiten: elektronisch über das Online-Portal Elster, als PDF-Formular ausschließlich zum Ausfüllen am PC und anschließendem Ausdruck auf www.grundsteuer.bayern.de und als Papier-Formular zum handschriftlichen Ausfüllen. Sie gibt es im Finanzamt und in den Rathäusern.

Wie unterstützt die Steuerverwaltung bei der Abgabe der Grundsteuererklärung?

Ausführliche Informationen und Erklärvideos sind unter www.grundsteuer.bayern.de abrufbar. Zudem gibt es eine Hotline: (089) 30 70 00 77. red

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