Nach Datenschutz-Skandal

Grusel-Klinik: Staatsanwalt schaltet sich ein

+
Das Sanatorium in Münsing ist seit 2005 verlassen.

Münsing - Im Fall um die Grusel-Klinik vom Starnberger See ist nun die Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. Seit 2005 ist die ehemalige Promi-Klinik verwaist - doch Akten liege noch immer herum.

Wie die tz und der Münchner Merkur gestern exklusiv berichtet hatten, waren in dem stillgelegten Sanatorium in Münsing uralte Krankenakten entdeckt worden. Unter anderem von dem TV-Star Klausjürgen Wussow. Der 2007 gestorbene Star spielte in der Fernsehserie "Die Schwarzwaldklinik" den Chefarzt Prof. Brinkmann. Großteils liegen die intimen Datenblätter wahrlos auf dem Boden verstreut.

Seit 2005 ist die ehemalige Promi-Klinik verwaist. Tatsache ist: Dennoch räumte nie jemand die vielen privaten Akten aus dem Gebäude, wo früher unter anderem Heinz Rühmann oder auch Inge Meysel als Patienten ein- und ausgingen.

Der Bayerische Landesbeauftragte für den Datenschutz, Thomas Petri, gab den Fall an das für die Privatwirtschaft zuständige Landesamt für Datenschutzaufsicht in Ansbach ab. Die örtliche Polizei war indessen schon vor einigen Wochen auf Krankenakten der Klinik aufmerksam geworden. Auf der Straße lagen Befunde eines früheren Patienten, wie Christian Neubert von der Inspektion Wolfratshausen sagte. Möglicherweise hätten Jugendliche die Unterlagen entwendet.

Auch interessant

Meistgelesen

Mann rast mit Kleinbus in Wohnzimmer - erste Hinweise auf das Motiv
Mann rast mit Kleinbus in Wohnzimmer - erste Hinweise auf das Motiv
Auffahrunfall mit verheerenden Folgen: 29-Jähriger stirbt nach Frontal-Crash
Auffahrunfall mit verheerenden Folgen: 29-Jähriger stirbt nach Frontal-Crash
Eingang komplett weggerissen: Unwetter hinterlässt immense Schäden
Eingang komplett weggerissen: Unwetter hinterlässt immense Schäden
Verunglückter Geländewagen sorgt für Aufregung: Feuerwehr traut ihren Augen nicht 
Verunglückter Geländewagen sorgt für Aufregung: Feuerwehr traut ihren Augen nicht 

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.