Gruseliger Knochenfund am Alxinger Friedhof

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Der Knochen, bei dem es sich wohl um ein menschliches Schläfenbein handelt.

Alxing - Der Friedhof ist ein Ort der Besinnung, des Gedenkens, der Trauer und der Ruhe. Doch mit der könnte es im beschaulichen Alxing bald vorbei sein. Der Grund: ein Knochenfund.

Der Gottesacker in Alxing (Gemeinde Bruck) gilt als einer der schönsten im Landkreis. Idyllisch gelegen, auf dem Hügel rund um die St. Michaelikirche angelegt, die Gräber liebevoll gepflegt. Der Blick aufs Brucker Moos mit der dahinter liegenden Alpenkette lässt Wanderer und Ausflügler gerne inne halten.

Er kann aber möglicherweise auch für Ärger sorgen. Denn genau an der Umgrenzungsmauer liegt im inneren Teil des Friedhofs ein Schädelknochen. Nicht sorgsam zur letzten Ruhe gebettet und unter Erde verborgen, sondern frei zugänglich für jedermann. Zwischen Steinen findet sich ein Fragment, das der interessierte Laie schnell identifiziert zu haben glaubt: ein Schläfenbein (lateinisch: Os temporale). Von der Sonne ausgebleicht, im Farbton den Kieseln ähnlich, muss der Beobachter allerdings schon sehr genau hinschauen, um fündig zu werden.

Der Schreck, einen Teil eines Verstorbenen vor sich zu haben, wird sicherlich gemildert, wenn man bedenkt, dass Gräber nach einer gewissen Zeit aufgelassen, als geräumt werden, wenn die Angehörigen keinen Wert mehr auf die Ruhestätte legen. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass vom Verwesungsprozess verschont gebliebene Knochen zum Vorschein kommen. Im allgemeinen sind die Friedhofsbetreiber sorgsamst darauf bedacht, diese entsprechend zu verwahren.

Manchmal allerdings kann es vorkommen, dass Tiere den Aushub durchwühlen und Knochen zum Vorschein bringen. Das könnte auch in Alxing so gewesen sein. Vermutet zumindest Pfarrer Wolfgang Lehner, als er von dem Fund unterrichtet wurde. Er versprach, den Kirchenhelfer zu instruieren, den Knochen zu beseitigen.

Von Wolfgang Herfort

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