Schulfamilie entsetzt

Tod am Berg: Gymnasium trauert um Hans Gschlößl

Hans Gschlößl war 37 Jahre lang Lehrer am Gymnasium Dorfen.

Dorfen - Die Schulfamilie des Gymnasiums Dorfen ist entsetzt. Der langjährige stellvertretende Direktor Hans Gschlößl ist bei einem Bergunfall ums Leben gekommen.

Er war ein begeisterter Pädagoge und hat mit seiner lebensbejahenden Art Schüler und Kollegen für sich gewinnen können. Hans Gschlößl war am Gymnasium Dorfen eine Institution. Als der 64-Jährige stellvertretende Schulleiter im Februar diesen Jahres in den Ruhestand verabschiedet wurde, freute er sich unbändig. Die Schulfamilie schenkte ihm Karten für eine Aufführung bei den Seefestspielen in Mörbisch. In diesem Monat wollte Gschlößl und seine Frau ins Burgenland fahren und sich dort das Musical „Anatevka“ anschauen. Das zu erleben, war dem Altenerdinger nicht mehr gegönnt. Am Freitag ist Gschlößl bei einer Bergwanderung zum Lenggrieser Geierstein tödlich verunglückt.

37 Jahre lang hat Hans Gschlößl am Dorfener Gymnasium gelehrt. „Er hat mit Begeisterung und einer Portion Gelassenheit gewirkt“, sagte Schulleiter Gerhard Motschmann bei Gschlößls Verabschiedung. Kollegen und Schüler konnten sich auf den beliebten Pädagogen immer verlassen. Er galt bei allen als integerer, bescheidener Mensch.  Am Montag vergangenener Woche kam Gschlößl noch einmal an das Dorfener Gymnasium. Das frühere Kollegium hatte ihn zu einem Grillfest eingeladen, wo der Pädagoge für seine Verdienste nochmals intern geehrt wurde. Dem Lehrerkollegium schwärmte der 64-Jährige noch vor, wie wohl er sich im Ruhestand fühle. Für die kommenden Jahre hatte er sich viel vorgenommen. Er war ein gläubiger Mensch, engagierte sich in der Kolpingsfamilie. Gschlößl war aber auch ein Kulturliebhaber, besuchte viele Konzerte. Fast noch mehr liebte er die Berge. Niemand dachte bei der Grillfeier daran, dass wenige Tage später die Bergtour mit sechs Bekannten seine letzte sein wird.

 „Wir werden Dich vermissen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die hervorragende Zusammenarbeit“, hatte Schulleiter Motschmann im Februar Gschlößl bei dessen Verabschiedung mit auf dem Weg gegeben. Diese Worte gelten jetzt für immer.

Anton Renner

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