"Schweinerei" auf der A99

20 Tonnen Schinken geladen: Lkw kippt um

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Ein Sattelzug mit 20 Tonnen Schinken an Bord ist auf der A99 umgekippt.

Haar - Das war mal eine richtige "Schweinerei": Ein mit 20 Tonnen Schinken beladener Lkw ist bei Haar umgekippt. Der Verkehr auf der A 99 war vier Stunden lang behindert.

In Richtung Süden hat sich Sonntagvormittag auf der A99 bei Haar vier Stunden lang der Verkehr gestaut. Ein Kühlzug, der 20 Tonnen Schinken geladen hatte, war kurz vor der Anschlussstelle München-Haar nach rechts in eine Parkbucht geraten und an deren Ende gegen die Leitplanke geprallt.

Der Sattelzug walzte die Planke auf 50 Metern nieder und kippte dann um. Der Fahrer blieb unverletzt, meldet die Polizei. Der 50-jährige Ungar konnte die Führerkabine erst verlassen, nachdem ein beherzter Ersthelfer die Windschutzscheibe mit einem Hammer zertrümmert hatte.

Laut eigenen Angaben war der Brummifahrer wegen Übermüdung kurz eingeschlafen. Die Bergung von Fahrzeug und Ladung zog sich bis 13.30 Uhr hin, teilweise stand für den fließenden Verkehr nur eine Fahrbahn zur Verfügung. Denn beim Abdriften hatte der Kühlzug alle drei Fahrbahnen mit Erdreich und Steinen verschmutzt.

Zum Aufrichten des Gespanns musste die Autobahn zeitweise komplett gesperrt werden, was zu einem Rückstau von mehreren Kilometern führte.

A99: Lkw mit Schinken kippt um - Bilder

A99: Lkw mit Schinken kippt um - Bilder

Die knapp 1400 Schweineteile von je zwölf bis 13 Kilogramm mussten die Helfer der Freiwilligen Feuerwehren Haar, Feldkirchen, Vaterstetten sowie das Technische Hilfswerk per Hand in ein Ersatzfahrzeug umladen.

Da aus dem Sattelzug etwa 200 Liter Diesel ins Erdreich gelaufen ist, ordnete das Wasserwirtschaftsamt an, dass das kontaminierte Erdreich abgetragen werden muss. Die Autobahnpolizei leitete gegen den Fahrer ein Strafverfahren ein wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und fahrlässiger Bodenverunreinigung und auch weil er nicht berechtigt war, in Deutschland einen Führerschein zu führen.

Am Sattelzug entstand Totalschaden in Höhe von 45.000 Euro, den Schaden an der Leitplanke schätzt die Polizei auf 6000 Euro. Der Kühlzug war auf dem Weg nach Italien, von wo aus das Fleisch nach Veredelung vermutlich wieder zurück nach Deutschland transportiert worden wäre.

icb

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