Sattelzüge kollidieren mit Autos

A 99 bei Haar: Stau nach schwerem Lkw-Unfall

Haar - Durch einen fatalen Fehler hat am Dienstag in der Früh eine 19-jährige Autofahrerin auf der A 99 einen schweren Unfall verursacht.

A 99 bei Haar: Stau nach schwerem Lkw-Unfall

Zwei Sattelzüge landeten dabei im Graben. Ein Auto schleuderte in die Leitplanke. Es gab zwei Verletzte und einen Megastau. Bis 15 Uhr war die Autobahn teilweise gesperrt.

Die 19-Jährige aus Ebersberg wollte laut Polizei gegen 7.30 Uhr von der Anschlussstelle Haar auf die Autobahn Richtung Salzburg auffahren. Ein 60-jähriger Lkw-Fahrer aus Helmsdorf wechselte mit seinem Sattelzug deshalb vom rechten auf den mittleren Fahrstreifen, um die junge Frau und einen weiteren Lastwagen einfädeln zu lassen. Doch die Ebersbergerin steuerte sofort weiter auf die Mittelspur zu. Dabei rammte sie den Sattelzug des 60-Jährigen seitlich. Sie geriet nach rechts und blieb auf dem Seitenstreifen stehen. Der Sattelzug aber schleuderte durch den Aufprall auf den linken Fahrstreifen und kollidierte mit dem Auto eines 41-Jährigen aus Tschechien. Das Auto krachte in die linke Leitplanke. Der Sattelzug schleuderte zurück auf die rechte Spur und prallte mit dem Lkw eines 21-jährigen Miesbachers zusammen. Beide Sattelzüge kamen quer nach rechts von der Fahrbahn ab und landeten im Grünstreifen.

Die Lkw-Fahrer blieben unverletzt. Die 19-Jährige erlitt einen Schock. Mittelschwere Verletzungen zogen sich dagegen die beiden Insassen des tschechischen Autos zu. Sie mussten zur stationären Behandlung mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus.

Da anfangs nicht klar war, ob ein Auto bei dem Unfall zwischen den Lkw eingequetscht ist, machte sich ein Großaufgebot von Einsatzkräften der Feuerwehr und THW auf den Weg zum Unfallort. Einsatzkräfte aus Haar, Vaterstetten und Parsdorf rückten aus. Vor Ort stellte sich die Lage dann glücklicherweise weniger dramatisch dar. Die Feuerwehrleute aus Haar pumpten Diesel aus einem aufgerissenen Tank eines der Lkw ab und sicherten den Verkehr. Die rechte Spur und der Standstreifen mussten bis etwa 15 Uhr gesperrt werden. Es bildete sich ein kilometerlanger Stau im morgendlichen Berufsverkehr.

pk

Rubriklistenbild: © Thomas Gaulke

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