An der B 472

Stolze sechs Meter hoch: Monster-Hügel an neuem Kreisel sorgen für Ärger

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Stein des Anstoßes: Die zwei hohen Erdhügel beim Habacher Kreisel. Im Hintergrund führt die B 472 vorbei, rechts geht die Ortszufahrt ab.

Der neue Habacher Kreisel an der B 472 ist Gesprächsthema. Der Gemeinderat kritisiert das Staatliche Bauamt: Zwei aufgeschüttete Hügel seien viel zu hoch geraten. Die Gemeinde macht nun Druck bei der Behörde.

Habach – Eigentlich könnten alle in Habach zufrieden sein: Die B 472 am Dürnhauser Berg ist ausgebaut, das neue Gewerbegebiet „Mühltal“ ist angeschlossen, es gibt eine sicherere Ortszufahrt. Wenn da nicht die Optik am eigens gebauten Kreisel stören würde. Als Eingangstor nach Habach gedacht, versperren sechs Meter hohe Hügel den Blick. Dem Gemeinderat reicht es jetzt. Er beschloss einen offiziellen Antrag: Das Staatliche Bauamt Weilheim soll Abhilfe schaffen und die Hügel auf „eine erträgliche und zumutbare Höhe“ abtragen.

Im Kreisel fährt es sich wie „total im Loch drin“

Der Bau des Kreisels war Sache des Staatlichen Bauamts. Der Gemeinderat sei jedoch der Meinung, so Bürgermeister Michael Strobl, dass die Hügel „viel zu hoch“ seien. Der Rathauschef spricht ironisch von „zwei schönen Buckeln“. Er hatte bei der Straßenbaubehörde erfahren, dass sie immerhin drei Meter über das Niveau der Bundesstraße aufragen, vom Kreisel aus seien es sogar sechs Meter Höhe. „Das ist einfach brutal“, lautet Strobls Fazit. Wer durch den Kreisel fahre, sei „total im Loch drin“ – was gerade im Winter wegen der Schattenlage Probleme mit Glatteis bereite. Dies habe er bei diversen Terminen mit den Straßenbauern stets, aber erfolglos angesprochen. Dritter Bürgermeister Alexander Merkl nennt das geschaffene Gelände „einen Kessel“.

„Bausünde“ - aus wirtschaftlichem Interesse?

Der einstimmig gefasste Beschluss ist geharnischt. Der Gemeinderat kritisiert die Erdhügel als „eine nicht zu akzeptierende Verunstaltung der östlichen Ortseinfahrt“. Der Bereich habe eher „den Charakter einer Kiesgrubeneinfahrt“. Die Aufschüttungen werden gar als „Bausünden aufgrund wirtschaftlicher Interessen“ bezeichnet – laut Strobl verwendete die Baufirma dafür nicht nur Aushub vom B 472-Ausbau, sondern auch andernorts angefallenes Material. Die Forderung der Gemeinde: Das Staatliche Bauamt soll wieder eine „Annäherung an das ursprüngliche Landschaftsbild herstellen“. Sprich: Die Hügel sollen abgetragen werden. Und zwar auf nur noch durchschnittlich drei Meter Höhe – gemessen an der Zufahrt zum Kreisel und nicht oben an der Bundesstraße. Bürgermeister Michael Strobl weist auf den Gestaltungsplan für das Gelände hin: „Es hat von der Gemeinde nie eine Genehmigung gegeben, es anders zu machen.“

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