Grünes Licht für Poinger Gotteshaus -

Halleluja: Kirche für fast 15 Millionen Euro

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Beschlossen: So soll die neue Kirche in Poing einmal aussehen.

Poing - Nach Jahren des Stillstands steht seit Dienstagabend fest: Poing bekommt eine zweite Pfarrkirche. Das Ordinariat hat für den Neubau, den derzeit einzigen in der gesamten Erzdiözese, satte 14,6 Millionen Euro freigegeben. Spatenstich soll im Jahr 2015 sein.

Nach Jahren des Schweigens steht seit Dienstagabend fest: Poing bekommt eine zweite Pfarrkirche. Das Ordinariat hat für den Neubau, den derzeit einzigen seiner Art in der Erzdiözese München-Freising, 14,6 Millionen Euro freigegeben.

Knapp drei Jahre ist es her, dass das Ordinariat den Sieger-Entwurf des Architektenwettbewerbs präsentiert hat. Seitdem herrschte Ruhe. Bis jetzt. Auf Nachfrage des Ebersberger Zeitung gab das Ordinariat bekannt, dass die neue Kirche tatsächlich gebaut wird – die endgültige Entscheidung sei in den vergangenen Tagen gefallen, der Spatenstich ist für 2015 vorgesehen. Zwischenzeitlich hatte es einen Planungsstopp gegeben. Pfarrer Michael Holzner: „Ich freue mich, dass jetzt endlich Klarheit herrscht und wir es schwarz auf weiß haben.“

Laut Ordinariatssprecherin Karin Basso-Ricci hat die oberste Verwaltung der Erzdiözese 14,6 Millionen Euro für den Kirchenneubau an der Gruber Straße in Poing-Nord freigegeben. Dieser wird nach den Plänen des Münchner Architekten Markus Meck errichtet, der 2011 den Wettbewerb gewonnen hat. Form und Aussehen des Baukörpers sind einem Bergkristall nachempfunden. Neben der Kirche wird ein niedriger Glockenturm gebaut.

Im Laufe der vergangenen Jahre hat das Ordinariat „aus Kostengründen“, wie die Pressestelle mitteilt, das ursprünglich ebenfalls geplante neue Pfarrhaus gestrichen. Pfarrer Michael Holzner und das Pfarrbüro bleiben an der Schulstraße in Poing-Süd, unweit der Pfarrkirche St. Michael.

Seit Bekanntwerden der Neubau-Pläne vor etwa fünf Jahren hat es immer wieder Kritik von Bürgern und Gläubigen gegeben. Eine zweite Kirche brauche es in Poing nicht, so der Tenor. Dennoch hat die Erzdiözese an dem Projekt festgehalten, und darauf verwiesen, dass Poing als Wachstumsgemeinde ein zweites Gotteshaus benötige.

Nach Schätzung des Ordinariats werden nach Fertigstellung aller Neubaugebiete im Jahr 2020 von den dann rund 19 000 Einwohnern etwa die Hälfte Katholiken sein. Der Kirchenneubau sei der derzeit einzige in der Erzdiözese München-Freising, „und einer der wenigen in Deutschland“, heißt es in der Pressemitteilung. Laut Pfarrer Holzner muss sich die Pfarrgemeinde an den Gesamtkosten beteiligen – zu zehn Prozent, knapp 1,5 Millionen Euro.

Viele Poinger sehen ein sinnvollere Verwendung des Geldes in einem anderen Projekt. Die Gemeinde Poing hat vor etwa vier Wochen einen Brief ans Ordinariat geschrieben mit der Bitte, dass die Finanzierung des Kindergarten-Neubaus „gleichberechtigt“ aufgeteilt wird.

Bürgermeister Albert Hingerl schlägt folgende Aufteilung vor: ein Drittel zahlt die Kirche, ein Drittel die Gemeinde, ein Drittel die Regierung von Oberbayern. Sollte die Regierung nicht zuschießen, will die Gemeinde Poing nicht auch noch diesen Teil übernehmen.

Armin Rösl

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