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Heimatkunde im Wachstüberl

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Johannes Rosenlehner erklärte den Schülern, wie der Baum bearbeitet werden muss, und Markus Glasl erzählte vom Maibaumbrauch.
Johannes Rosenlehner erklärte den Schülern, wie der Baum bearbeitet werden muss, und Markus Glasl erzählte vom Maibaumbrauch. © oh

Sport, Werken, Musik, Heimatkunde und sogar Mathematik – in all diesen Fächern unterrichteten die Mitglieder des Hoaschdenger Kegelclubs in den vergangenen Tagen Schüler der Martin-Luther-Grundschule in Kirchheim sowie der Silva-Grundschule in Heimstetten. Weit über 100 Kinder waren mit ihren Schulklassen zu Gast im Wachstüberl beim Hoaschdenger Maibaum.

Zur Begrüßung durften alle Kinder auf den Maibaum kraxeln. Danach erklärte ihnen Johannes Rosenlehner wie der Baum bearbeitet werden muss, damit am 28. Mai ein weiß-blauer Maibaum aufgestellt werden kann. Dabei konnten die Kinder selbst Hand anlegen und den Baum hobeln und schleifen. Bei Limo und Brezen erklärte ihnen anschließend Markus Glasl den Maibaumbrauch. Dabei wurden auch Fragen zur Größe und zum Gewicht des Baumes geklärt, samt Umrechnung der 1,7 Tonnen in Kilogramm. Und selbst für die Lehrerinnen hatte der Vortrag Neues zu bieten, so zum Beispiel zum Thema Mondholz. Denn der Baum wurde bewusst bei Neumond geschlagen, weil sich dies positiv auf die Haltbarkeit des Holzes auswirke, wie Glasl erklärte.

Besonders spannend waren im Vortrag die Geschichten rund um den Maibaumklau und die Abwehr von Dieben. Dazu braucht man nämlich nicht die Polizei, wie einige Schüler meinten, sondern es genügt eine Hand auf den Baum zu legen und zu erklären: „Der Bam bleibt do“. Interessiert waren alle Klassen auch an der Frage, ob der Hoaschdenger Baum schon einmal gestohlen wurde. Diese Frage hat Glasl stolz verneint und führt fort: „Damit dies auch so bleibt, wird der Baum jede Nacht aufmerksam bewacht.“ In diesen langen Nächten wird zum Zeitvertreib häufig „Nageln“ gespielt. Dabei geht es darum, seinen eigenen Nagel mit einem Spezialhammer mit möglichst wenigen Schlägen in einem Baumstumpf zu versenken. Dies durften die Kinder nach einer kurzen Erklärung mit großer Freude selbst ausprobieren.

Zu einer Maibaumwache gehört auch Musik und Tanz. Und so tanzten die Kinder zum Abschluss noch enthusiastisch zu „Rock mi“ von VoXXclub mit der passenden Liedzeile „Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht“. Am Ende des Besuchs stand dann für alle Schüler fest: So schön und abwechslungsreich kann Schule sein.

In den nächsten Tagen ist im Wachstüberl an der Feldkirchner Straße 2 einiges geboten:

Freitag, 13. Mai, 20 Uhr „Such da an neien Oiden“;

Samstag, 14. Mai, 20 Uhr Stüberlparty;

Sonntag, 15. Mai, 15 Uhr Wattturnier;

Montag, 16. Mai, 18 Uhr Kesselfleisch;

Mittwoch, 18. Mai, 18 Uhr Sprizzermittwoch;

Donnerstag, 19. Mai, 18 Uhr Spareribs;

28. Mai, 11 Uhr Maifest.

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