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Kreditaufnahme gegen die Schulden

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Für Kirchheim 2030 mit dem Rathausneubau (Modell) mus die Gemeinde tief in die Tasche greifen.
Für Kirchheim 2030 mit dem Rathausneubau (Modell) mus die Gemeinde tief in die Tasche greifen. © Gemeinde Kirchheim

Im nächsten Jahr nimmt die Gemeinde einen Kredit von 17,2 Millionen Euro auf, um ihre Schulden in Höhe von 22,2 Millionen Euro zu reduzieren.

Wenn man durch Kirchheim-Heimstetten läuft, stößt man vermehrt auf Baustellen. Kräne drehen sich und schwere Fahrzeuge schaffen Material heran oder weg. Die meisten Projekte gehören zum Ortsentwicklungsprogramm „Kirchheim 2030“, die natürlich auch einen enormen Finanzaufwand erfordern. Das zeigt auch der Bericht von Kämmerin Christine Brunner-Ernst, die für das kommende Jahr im Vermögenshaus ein Minus von 22,2 Millionen Euro prognostiziert. Ausgeglichen wird das Defizit durch Kreditaufnahmen in Höhe von 17,2 Millionen Euro sowie durch eine Übertragung von fünf Millionen Euro aus den Rücklagen. Rund vier Millionen Euro sollen aber generell auch weiterhin in den Finanzplanjahren unangetastet als allgemeine Rücklage zur Kassenmittelverstärkung wie bereits in den vergangenen Jahren vorgehalten werden. Trotzdem ist eine Kreditaufnahme auch im Jahr 2022 erforderlich. Nach Aussage von Brunner-Ernst wird der Stand der allgemeinen Rücklage voraussichtlich wie geplant zum Jahresende 2021 in unveränderter Höhe bei rund 14 Millionen Euro liegen.

Auf der Einnahmen-Seite stehen Kreditaufnahmen in Höhe von rund 17,2 Millionen Euro sowie die geplante Rücklagenentnahme von fünf Millionen Euro. Aus Erschließungsbeiträgen sollen rund 2,7 Millionen Euro erzielt werden. Grundstücksverkäufe im eigentlichen Sinne sind 2022 nicht vorgesehen, jedoch ist eine Ausgleichszahlung für einen Grundstückanteil mit rund 782.000 Euro eingeplant. Zuweisungen und Zuschüsse sind mit insgesamt 5,6 Millionen Euro veranschlagt und Einnahmen aus städtebaulichen Verträgen Kirchheim 2030 und sonstigen städtebaulichen Verträgen sollen mit 4,54 Millionen Euro realisiert werden.

Insgesamt will die Gemeinde im Jahr 2022 knapp 35,9 Millionen ausgeben, im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von fast acht Prozent. Verschiedene Hochbaumaßnahmen kosten zirka 19,4 Millionen Euro — darunter der Neubau des Rathauses und eines Kinderhauses. Beide Projekte erfordern in den Folgejahren weitere Ausgaben. Außerdem noch die Umgestaltung der Freianlagen der Grund- und Mittelschule sowie Planungskosten zur Sanierung des Bürgerhauses. Verschiedene Straßen- sowie Tiefbaumaßnahmen sind mit rund fünf Millionen Euro veranschlagt. Dazu kommen die Kosten für den Ortspark (Darlehensgewährung an die Landesgartenschau GmbH) in Höhe von 7,6 Millionen Euro.

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