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Die Planungen werden konkreter

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Von: Iris Janda

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Die Firma Isar Aerospace sucht einen neuen Firmensitz. Taufkirchen ist ein möglicher Standort.
Die Firma Isar Aerospace sucht einen neuen Firmensitz. Taufkirchen ist ein möglicher Standort. © Isar Aerospace

Die Firmen Isar Aerospace und Blackwave suchen einen neuen Firmenstandort. Nachdem der Taufkirchner Gemeinderat sich Ende April für die Aufstellung eines Bebauungsplan aussprach, ging es nun im Bauausschuss um konkrete Rahmenbedingungen.

Die Planungen für den neuen Firmensitz von Isar Aero­space, einem Entwickler kleiner Trägerraketen, und dem Carbonhersteller Blackwave werden konkreter. Nachdem der Taufkirchner Gemeinderat Ende April die Aufstellung eines Bebauungsplan beschlossen hat (HALLO berichtete), legte der Bau- und Umweltausschuss nun in seiner jüngsten Sitzung Plankonkretisierungen nach. Auf deren Grundlage können nun die beteiligten Behörden ihre Stellungnahmen abgeben.

Unter anderem hat der Ausschuss gegen die Stimmen der Grünen beschlossen, dass die Wandhöhe maximal 30 Meter betragen soll. Das entspreche der Höhe des Windkanals bei der naheliegenden Jochen Schweizer Arena. Die Geschossflächenzahl (GFZ) soll 2,4 betragen. Das Plangebiet, das sich zwischen der Autobahn A8 sowie der Jochen Schweizer Arena und der Kita Airbus I befindet, soll über die Ludwig-Bölkow-Allee erschlossen werden. Bei der Bebauung des Grundstücks ist außerdem auf die Nähe zur Kita genauso wie auf die Restriktionen durch die gesetzlich vorgegebene Bauverbots- und Beschränkungszone entlang der Autobahn zu achten. Zudem sprach sich der Ausschuss hinsichtlich des Regionalplans für ein Zielabweichungsverfahren oder eine Änderung des Regionalplans aus. Hintergrund ist, dass die anvisierte Fläche im Regionalen Grünzug Gleißental/Hachinger Tal liegt und deshalb dahingehend eine Änderung im Regionalplan erfolgen muss.

Sowohl der Landrat des Landkreises München als auch die bayerischen Ministerien für Wissenschaft und Kunst, für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie würden dieses Ansinnen deutlich unterstützen, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Auch wenn der Ausschuss mit seinen Entscheidungen den weiteren Weg für das Projekt freigemacht hat – dass die Firmen am Ende in Taufkirchen ihren Firmensitz haben wird, ist noch nicht entschieden. Andere Gemeinden aus der Region wie Ottobrunn und Haar bewerben sich ebenfalls als Standort für Isar Aerospace.

Schnell sein sowie die passenden Rahmenbedingungen bieten, lohnt sich also. Gerade die Gemeinde Haar bemüht sich derzeit sehr um Isar Aerospace. Vergangene Woche hat sich der Haarer Gemeinderat für erste Schritte ausgesprochen, dementsprechend kann Isar Aerospace nun wählen. Angeblich könne eine Entscheidung bereits im Juli fallen, will Taufkirchens Bürgermeister Ulrich Sander wissen. Isar Aerospace teilt mit, dass die verschiedenen Optionen derzeit geprüft werden. Außer mit Taufkirchen und Haar stehe man noch mit weiteren Gemeinden im Gespräch.

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