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Bahnsteigsgleicher Umstieg in Neuperlach-Süd

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Von: Iris Janda

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Einfahrende S-Bahn am Bahnhof Neuperlach-Süd
Kreis- und Stadtpolitiker wollen die Umsetzung eines Betriebs des Bahnhofs in Neuperlach-Süd als Rendezvous-Bahnhofs untersuchen lassen. © Archiv/ija

U5-Velängerung, U-Bahn-Betriebshof und zweigleisiger Ausbau der S7-Linie – rund um den Bahnhof Neuperlach-Süd tut sich einiges. Nun soll außerdem geprüft werden, ob er als Rendezvous-Bahnhof betrieben werden kann.

Wie sieht ein perfektes Rendez­vous aus? Wer öfter am Innsbrucker Ring umsteigt, kennt die Antwort. Dort treffen U5 und U2, egal ob stadtein- oder -auswärts, zu den Hauptbetriebszeiten immer gleichzeitig ein. Der Fahrgast muss nur fünf Schritte über den Bahnsteig gehen und kann schon weiter fahren. Die Wartezeit entfällt komplett.

Genau von so einem optimalen Zusammentreffen am Bahnhof Neuperlach-Süd träumten jüngst auch die Politiker im Mobilitätsausschuss des Landkreises. Anlass war ein Antrag der Grünen-Fraktion im Kreistag. Sie forderte darin, dass sich Landrat Christoph Göbel dafür einsetzen soll, dass beim Umbau des Bahnhofes in Neuperlach-Süd ein Betriebsmodell als Rendezvous-Bahnhof ermöglicht wird.

Denn derzeit ist der dortige Bahnhof, an dem ein Anschluss von S- zur U-Bahn besteht, eher das Gegenteil. Wer stadteinwärts fährt, muss vom S-Bahnsteig über die Treppen einmal runter in die Unterführung und dann wieder hoch zum stadt­einwärts fahrenden U-Bahnsteig laufen. Stadtauswärts gibt es bereits einen bahnsteigsgleichen Umstieg.

Auch von Seiten der Landeshauptstadt gibt es Bereitschaft, diese Möglichkeit zu Untersuchen. Ende Juli diesen Jahres wurde die Stadtverwaltung nach einem Antrag von Die Grünen/Rosa Liste von der Vollversammlung des Stadtrats damit beauftragt, in Neuperlach-Süd eine Lösung für einen bahnsteigsgleichen Umstieg in beide Richtungen zu verfolgen. Das könnte zum Beispiel gelingen, wenn die vierte Bahnsteigkante östlich der U-Bahn genutzt werden würde.

Die Verwaltung des Landkreises steht ohnehin wegen der Planungen zur Vorhaltemaßnahme für die U5-Verlängerung im engen Austausch mit der Stadtverwaltung, den Stadtwerken München sowie dem Bayerischen Verkehrsministerium. Im Rahmen dieser Gespräche und der weiteren Planungen und Untersuchungen zum U- und S-Bahnhof in Neuperlach-Süd wolle sich der Landkreis dafür einsetzen, dass der Bahnhof Neuperlach- Süd als Rendezvous-Bahnhof betrieben wird.

Auf den Sachvortrag von Landrat Christoph Göbel (CSU) hin regte die Ottobrunner Kreisrätin Tania Campbell (Grüne) an, in den Beschlussvorschlag auch einen fachlichen Austausch zur Gleisordnung mit der Bürgerinitiative „S7OstPlus“ mit aufzunehmen. Diese setzt sich seit vielen Jahren für den zweigleisigen Ausbau der S7-Linie ein. Mit den Initiativen finde bereits ein ständiger Austausch statt, verdeutlichte Göbel. Eine Beschlussergänzung sei daher nicht nötig. Einstimmig befürwortete der Ausschuss, dass sich die Verwaltung weiterhin für einen bahnsteigsgleichen Ausbau einsetzen möchte.

ija

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