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Beleuchtung und Unterstand für Funpark im Landschaftspark Hachinger Tal

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Von: Iris Janda

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Halfpipe im Funpark im Landschaftspark Hachinger Tal.
Die Grünen in Unterhaching fordern nicht nur einen Unterstand für den Funpark, sondern auch eine Beleuchtung. © ija

Vor 3,5 Jahren schon hat die Unterhachinger Jugendbeauftragte beantragt, die Halfpipe am Funpark in Neubiberg zu beleuchten und einen Unterstand zu errichten. Doch der dortige Verwaltungsvorschlag sorgt nun für Unmut.

Der Funpark im Landschaftspark zwischen Neubiberg, Ottobrunn und Unterhaching ist ein beliebter Treffpunkt und Freizeitort von Jugendlichen. Gerade in Zeiten von Lockdown und Kontaktbeschränkungen war es für die Teenager einer der wenigen Orten, an denen sie ihren Hobbys nachgehen, Sport treiben und Freunde treffen konnten.

Doch wer den Landschaftspark kennt, weiß, dass es dort in den Abendstunden ziemlich düster ist – von Herbst bis in den Frühling ist das teilweise bereits ab 16 Uhr der Fall. Unterhachings Jugendbeauftragte Evi Karbaumer (Grüne) hatte deswegen im November 2018 beantragt, dass am Funpark eine Beleuchtung installiert werden soll. Darüber hinaus bat sie darum, einen wettergeschützten Unterstand für die Jugendlichen zu errichten. 3,5 Jahre später – in der März-Sitzung des Gemeinderates – stand das Thema nun auf der Tagesordnung.

Dass es so lange gedauert hat, ärgerte Karbaumer sehr. So seien weitere drei Winter ohne Beleuchtung vergangen. „Wirklich beschämend“ sei darüber hinaus, dass nach zwei Jahren Pandemie die Verwaltungsvorlage der Beleuchtung eine Absage erteilt. Grund dafür seien laut Unterhachings Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) starke Bedenken der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts. Dort hatte die Verwaltung angefragt, ob zur Beleuchtung zwei Lichtmasten mit Solarleuchten im Funpark aufgestellt werden können.

Als Grund nennt die Behörde den Insektenschutz des angrenzenden geschützten Biotops. Um das Vorhaben genauer beurteilen zu können, benötigt die Behörde eine fundierte Stellungnahme zu Aufstellungsorten sowie Art und Dauer der Beleuchtung. Da die personellen Ressourcen dazu in der Verwaltung fehlen, solle laut Vorlage vorerst auf eine Beleuchtung verzichtet werden.

Doch mit dieser Begründung gab sich Karbaumer nicht zufrieden. Sie betonte, dass es sich nur um die Zeit von Oktober bis März von 17 bis zirka 23 Uhr drehe. Im Sommer, wenn viele Insekten unterwegs sind, werde keine Beleuchtung benötigt. Ihr Fraktionskollege Stefan König ergänzte, dass es beispielsweise im Gefilde in Perlach bei den Freizeitanlagen eine Beleuchtung gebe, die alle 30 Minuten automatisch ausgeht und per Lichtschalter aktiviert werden könne.

CSU-Rat Korbinian Rausch bezeichnete die Begründung der Verwaltung mit dem hohen Arbeitsaufwand als absurd. Er begrüßte die Idee einer zeitgeschalteten Beleuchtung und bat darum, den vorhandenen Schriftverkehr mit der Unteren Naturschutzbehörde künftig zur Verfügung zu stellen.

Beim Unterstand stellte die Verwaltung eine Verbesserung in Aussicht. So habe man sich zwar in der Abstimmung mit den Nachbarkommunen Neubiberg und Ottobrunn nicht auf einen wetterfesten Unterstand einigen können, allerdings soll noch in diesem Frühjahr eine Tisch-Bank-Kombination errichtet werden, die auch als Regen- und Windschutz dienen können.

Für Karbaumer war das nicht genug, sie forderte weiter einen richtigen Unterstand. Die Mehrheit des Gremiums schloss sich dem an. Mit 21 zu sieben Stimmen wurde die Verwaltung beauftragt, eine Beleuchtung sowie einen Unterstand möglichst im Einklang mit der Natur und in Absprache mit Neubiberg und Ottobrunn zu planen.

Iris Janda

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