1. tz
  2. München
  3. Region
  4. Hallo München

Brunnthaler Landwirtin engagiert sich für Insektenschutz

Erstellt:

Von: Melanie Schröpfer

Kommentare

Die Landwirtin Anna Strohmeier vor ihrem Acker in Brunnthal.
Die Brunnthalerin Anna Strohmeier setzt sich mit ihrem Projekt „Losgeblüht“ für den Insektenschutz und den Erhalt der Artenvielfalt ein. © oh

„Wo Blumen blühen, lächelt die Welt“, sagte einst Ralph Waldo Emerson. Auch die Brunnthalerin Anna Strohmeier kann dieses Zitat unterschreiben. Sie setzt sich mit ihrem Projekt „Losgeblüht“ für den Insektenschutz und den Erhalt der Artenvielfalt ein.

Als Anna Strohmeier einen Bericht über einen Landwirt aus Norddeutschland im Fernsehen sah, der sich auf seinem Grund Blühlflächen anlegte, war die Brunnthalerin inspiriert, es ihm gleich zu tun. Zwei Jahre später setzte die Garten- und Landschaftsbauerin und Landwirtin ihr Vorhaben in die Tat um. Einen Hektar Land stellte sie als Blühwiese zur Verfügung, die heuer prächtig blüht. Auch eine Bank und ein Insektenhotel haben Platz gefunden.

Strohmeier ist es eine Herzensangelegenheit, denn dass die Artenvielfalt sinkt und Insekten sterben, stellt ein großes Problem dar. So bestäuben Bienen beispielsweise das Obst und Gemüse. Durch jede Blühpatenschaft werden 100 Quadratmeter des Grundstücks bepflanzt. Parzellen gibt es ab einer Größe von 100 Quadratmetern und dann in 50 Quadratmeter Schritten steigend als Patenschaft zu übernehmen.

Mit ihrem Projekt „Losgeblüht“ vergibt sie Patenschaften. Pro Quadratmeter zahlt der Blühpate einen Euro, also insgesamt bei einer Fläche von 100 Quadratmetern, 100 Euro und übernimmt dann drei Jahre die Patenschaft. Heruntergerechnet sind das konkret 33,33 Euro im Jahr, die viel bewirken. Der Pate erhält dann eine Patenschaftsurkunde und kann die Blühfläche jederzeit besuchen und auch hören, wie die Insekten die neue Blühlandschaft beziehen und beleben. Zusätzlich will Anna Strohmeier ab einer Patenschaft von 200 Quadratmetern eine weitere Fläche von 100 Quadratmetern auf eigene Kosten säen.

Anna Strohmeier hat viel Zeit in das Projekt gesteckt, doch sagt sie: „Ich möchte den Leuten die Chance geben, etwas machen zu können. Ich möchte es den Leuten einfach ein bisschen bewusst machen und sagen: ‚Hey, jeder kann etwas tun‘. Denn nur mit dem Setzen eines Kreuzchens ist es noch nicht getan.“ Damit meint sie die Unterschriften der Aktion „Rettet die Bienen.“

Strohmeier wünscht sich, dass so viel Fläche wie möglich als Blühwiese genutzt werden kann. „Aber es ist halt – wie eigentlich immer – auch ein finanzieller Aspekt. Und da ist man auf die Blühpaten angewiesen, damit wir es auch umsetzen können.“

Melanie Schröpfer

Wer eine Blühpatenschaft übernehmen oder mehr über das Projekt von Anna Strohmeier erfahren möchte, erhält weitere Informationen zu dem Projekt auf der Internetseite unter www.losgeblueht.de.

Weitere Nachrichten aus der Region finden Sie in unserer Übersicht.

Besuchen Sie HALLO auch auf Facebook.

Auch interessant

Kommentare