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Hier wird Zukunft gebraut: Exklusive Einblicke in die neue Doemens-Akademie Gräfelfing

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Von: Romy Ebert-Adeikis

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Der Eingang der neuen Doemens-Akademie an der Lohenstraße in Gräfelfing.
Die neue Doemens-Akademie an der Lohenstraße in Gräfelfing wurde im Oktober fertiggestellt. © rea

Größer, moderner, schicker: In der neuen Doemens-Akademie in Gräfelfing kommen alle Zutaten für die Getränke-Lehre der Zukunft zusammen. Hallo hat sich umgesehen

Gräfelfing - Für die Doemens-Akademie ist ihr Neubau an der Gräfelfinger Lohenstraße 3 die Zukunft. Doch wer die neue Fortbildungsanstalt betritt, blickt erstmal in die Vergangenheit: Direkt gegenüber der modern-verglasten Eingangstüre erinnern Bierkrüge, Jahreshefte und veraltete Brau-Utensilien an die 126-jährige Geschichte der Akademie.

Doemens-Akademie Gräfelfing: Neubau und Umzug in Rekordzeit

Wer genauer hinschaut, entdeckt in der Erinnerungs-Vitrine neben dem ein oder anderen noch herrenlosen Kabel auch den 2020 gelegten Grundstein für den Schulneubau.

In nur zweieinhalb Jahren hat sich die Fortbildungsanstalt für Brau-, Getränke- und Lebensmittelwirtschaft ihr Zuhause für die Zukunft gebaut. „In der Stefanusstraße sind wir ja längst aus allen Nähten geplatzt“, erinnert sich Doemens-Sprecher Andreas Hofbauer.

Auch der Umzug in die Lohenstraße ging in Rekordzeit über die Bühne – und das mitten im Schuljahr. „Die Schüler hatten nur zwei Tage frei. Am Montag hatten sie noch Unterricht im Altbau, am Donnerstag waren wir schon hier“, sagt Hofbauer.

Insgesamt elf Lehrräume stehen den derzeit circa 125 Anwärtern zum Brau- oder Getränkebetriebsmeister im Neubau zur Verfügung. „Wir sind dadurch viel flexibler. Aber zu Spitzenzeiten wird auch dieses Haus voll sein“, sagt der Doemens-Sprecher. Zum Beispiel, wenn im Sommer viele ausländische Schüler an die Akademie kommen.

Alle Seminarräume sind mit Whiteboards ausgestattet, manche auch mit Ausschank und Kücheninseln. Dazu kommen der Aufenthaltsraum mit Kantine für bis zu 200 Personen – von Brauern Schalander genannt – , ein Verwaltungstrakt und modernste Laborräume.

„Auch die Technikanlagen im Erdgeschoss sind fast vollständig neu. Nur die Destille ist mit umgezogen“, erklärt der Doemens-Sprecher. Im Sudhaus können 500 Liter gebraut, mit der Abfüllanlage pro Stunde etwa 1000 Flaschen gefüllt werden. Viele Anlagen wurden von Brauereien und Unternehmen gefördert oder gesponsert.

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