1. tz
  2. München
  3. Region
  4. Hallo München

Ergebnisse zur Bioabfall-Umfrage in Unterhaching

Erstellt:

Von: Iris Janda

Kommentare

Was darf alles in den Biomüll? Die Gemeinde Unterhaching will dazu mehr Aufklärungsarbeit leisten.Foto:  dpa/Peter Steffen
Was darf alles in den Biomüll? Die Gemeinde Unterhaching will dazu mehr Aufklärungsarbeit leisten.Foto: dpa/Peter Steffen © Peter Steffen/dpa

Mithilfe einer Umfrage wollte die Gemeinde Unterhaching mehr über das Mülltrennverhalten ihrer Bürger erfahren. Die Ergebnisse wurden jetzt im Ferienausschuss vorgestellt.

Was darf alles in den Biomüll und in welchen Tüten kann er entsorgt werden? Darum drehte sich eine Umfrage, an der 2021 im Zeitraum von fünf Wochen Unterhachinger teilnehmen konnten. Insgesamt 298 Personen beteiligten sich online oder auf Papier daran. Der Großteil der Befragten gab an in einem Einfamilien oder Reihenhaus sowie in einem kleineren Mehrfamilienhaus mit weniger als 20 Parteien zu wohnen. Erfreuliches Ergebnis: 94 Prozent der Befragten gaben an, Bioabfall zu trennen.

Bei der Auswertung zeigte sich allerdings, dass unter den Befragten große Unsicherheit herrscht, was in dem Biomüll entsorgt werden darf und auch, ob beispielsweise kompostierbare Biotüten verwendet werden dürfen. Auf vielfachen Wunsch hin stellt die Gemeinde außerdem ab sofort kostenlose Biovorsortierer aus recyceltem Kunststoff zur Verfügung, die Bürger beim Wertstoffhof oder im Rathaus abholen können. Aus Gründen der Nachhaltigkeit möchte die Verwaltung keine Papiertüten als Alternative herausgeben. Ebenso möchte sie für die Entsorgung kleinerer Biomüllmengen keine Säcke zur Verfügung stellen. Demnach sei zu befürchten, dass es mit Säcken aufgrund der vielen Krähen im Ortsgebiet, die diese vermutlich zerstören würden, zu Problemen kommen könnte. Als kleinste Größe könne derzeit nur die 80-Liter-Tonne angeboten werden, die sich Nachbarn bei kleineren Mengen aber auch teilen könnten.

Außerdem haben viele Teilnehmer der Umfrage Sorgen wegen Ungeziefers und Geruchs geäußert. Die Verwaltung wolle dazu die Kontaktdaten zu Tonnenreinigungsdiensten herausgeben und hilfreiche Tipps zur Verfügung stellen. Zudem gab es viele Anregungen zur Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung bei der Mülltrennung, die weiter ausgebaut werden sollen. Unter anderem wurde die Biokampagne „Unterhaching trennt Bio“ ins Leben gerufen sowie neue Trennlisten auf Deutsch und Englisch erstellt.

Ob die Ergebnisse der Umfrage mit lediglich 300 Teilnehmern repräsentativ für ganz Unterhaching sei, bezweifelte Neo-Gemeinderätin Claudia Töpfer. Die personellen und finanziellen Ressourcen dafür hätten ihrer Meinung nach akuteren Themen dienen können. Ein Praktikant habe die Ausführung übernommen und dadurch eine sinnvolle Beschäftigung gehabt, erläuterte Zweite Bürgermeisterin Johanna Zapf (Grüne), die die Sitzung in Urlaubsvertretung leitete. Peter Hupfauer (FDP) schloss sich Töpfers Kritik an und stellte infrage, ob Umfrage generell ein sinnvolles Instrument seien. Wichtig sei, dass diejenigen erreicht werden, die bislang nicht an den Umfragen teilgenommen hätten.

Weitere Nachrichten aus der Region finden Sie in unserer Übersicht.

Besuchen Sie HALLO auch auf Facebook.

Auch interessant

Kommentare