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Expressbus von Putzbrunn bis Sendling ab Dezember 2023

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Von: Iris Janda

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Bushaltestelle Ortsmitte Ottobrunn während ein Bus vorbei fährt
Ottobrunner können künftig besonders schnell nach Sendling fahren: Eine Expressbuslinie, die in Putzbrunn startet und über Unterhaching fährt, soll das ab 2023 möglich machen. © Archiv/ija

Mit dem Expressbus von Sendling über Unterhaching und Ottobrunn bis nach Putzbrunn – das soll ab Dezember 2023 möglich sein. Der Mobilitätsausschuss des Landkreises stimmte nun der Einführung der Linie zu.

Die Einführung der neuen MVV-Expressbuslinie X204, die im 20-Minuten-Takt verkehren soll, erfolgte in enger Abstimmung zwischen Landrats­amt, den betroffenen Gemeinden sowie der Landeshauptstadt beziehungsweise der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG). Durch die Expressbuslinie entstehen neue, direkte Verbindungen sowohl zwischen den Orten Putzbrunn, Ottobrunn und Unterhaching als auch in den Münchner Süden zu den U-Bahn-Ästen von U1, U3 und U6. Die Expressbuslinie wird auf Basis des Nahverkehrsplans aus dem Jahr 2020 mit erhöhter Priorität umgesetzt.

Abstimmungsbedarf gab es vor allem bei dem Linienende in Sendling. Dort ist aufgrund der räumlichen und verkehrstechnischen Gegebenheiten sowohl ein Ende an der S- und U-Bahn Haltestelle Harras als auch an der U-Bahn-Station Brudermühlstraße nicht möglich. Nach Besichtigung der Örtlichkeiten wurde nun final eine bereits bestehende Haltebucht nahe der Brücke an der Plinganserstraße ausgewählt, die nach der gleichnamigen, naheliegenden Kirche „St. Achaz“ benannt wird.

Am anderen Ende der Linie soll die Endstation im Gewerbegebiet „Putzbrunn Ost“ liegen. Entsprechende infrastrukturelle Voraussetzungen möchte die Gemeinde bis zum Fahrplanwechsel 2023 errichten. Auf Anregung der Gemeinde Otto­brunn wird dort ein Halt nicht wie ursprünglich angedacht an der Lenbachallee, sondern Am Brunneck erfolgen. Dadurch seien nicht nur Gymnasium und Realschule in Neubiberg, sondern auch das Gymnasium Ottobrunn gut erreichbar.

Außerdem würden sich an diesem Halt bessere Umstiegsmöglichkeiten sowohl für Fahrgäste der Linie 221 als auch zur S-Bahn am Bahnhof Ottobrunn ergeben. In Ottobrunn wird die Linie außerdem an der Daimlerstraße und der Ortsmitte halten, in Putzbrunn zusätzlich am Birkenweg und am Kirchenzen­trum im Ortskern.

Auch in Unterhaching gab es einen Anpassungswunsch der Gemeinde. So soll die Linie wegen baulicher Gründe und im Sinne einer besseren Erschließung des Ortsgebietes an der Sommerstraße anstatt der St.-Alto-Straße halten. Außerdem können Unterhachinger an der S-Bahn-Station und am Friedhof zusteigen. Im Stadtgebiet wird die Linie X204, die Montag bis Samstag von 5 bis 22 Uhr verkehrt, voraussichtlich an der Tegernseer Landstraße, am Candidplatz und der Brudermühlstraße halten.

Die Laufzeit ist vorerst auf fünf Jahre festgelegt, vom Fahrplanwechsel im Dezember 2023 zum nächsten Wechsel im Dezember 2028. Der Landkreis und die Landeshauptstadt teilen sich die Kosten nach dem Territorialprinzip. Demnach trägt der Landkreis München den größeren Anteil, nach Schätzungen jährliche Kosten zwischen 820.000 und 950.000 Euro. Die Stadt München muss wegen des kleineren Einsatzbereichs auf Stadtgebiet zwischen 430.000 und 500.000 Euro dafür jährlich aufbringen.

Mit dem positiven Beschluss des Kreisausschusses startet die Ausschreibung der neuen Expressbuslinie.

Iris Janda

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