Gesicherte Finanzen in der Gemeinde Feldkirchen

Erfreuliche Entwicklung der Gewerbesteuer

Moderat steigen in der Gemeinde Feldkirchen ab 2022 die Kinderbetreuungskosten.
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Moderat steigen in der Gemeinde Feldkirchen ab 2022 die Kinderbetreuungskosten.

Finanziell durch Corona kaum tangiert gehört Feldkirchen derzeit zu den fast glückseligen Kommunen der Region. Bei den Gewerbesteuern nahm man 2020 rund 2,2 Millionen Euro mehr als geplant ein. Insgesamt ergab sich im Verwaltungshaushalt 2020 eine freie Finanzspitze von fast 6,6 Millionen Euro.

Bangte man Mitte 2020 um eine stabile wirtschaftliche Lage und den daraus resultierenden Einnahmen, so konnte Kämmerer Manuel Wagner jetzt den Gemeinderat mit guten Botschaften zufriedenstellen.

Aufgrund der freien Finanzspitze von 6,6 Millionen Euro mussten 2020 nicht nur fünf Millionen Euro weniger den Rücklagen entnommen werden, sondern waren diese zu Beginn des Jahres 2021 mit 12,1 Millionen Euro zu beziffern. Neben vielen kleineren finanziell erfolgreichen Entwicklungen waren die Gewebesteuer-

einnahmen der Leuchtturm in der Feldkirchner Ergebnisrechnung. „Insgesamt wurden 14.248.898 Euro an Gewerbesteuern vereinnahmt“, berichtete Kämmerer Wagner und genoss dabei jeden einzelnen Euro. „Die Entwicklung der Gewerbesteuer im Jahr 2020 ist trotz der Corona-Pandemie sehr erfreulich verlaufen“. Verzeichnet Feldkirchen 2018 noch 8,1 Millionen Euro Gewerbesteuereinnahmen, so waren es 2019 schon 15,4 Millionen Euro und im „Corona-Jahr 1“ mit 14,2 Millionen Euro sogar 2,2 Millionen mehr als zuvor konservativ bei der Haushaltsplanung veranschlagt waren. Wer medizinische Geräte zu bieten hatte, konnte 2020 großen Umsatz machen.

Mit der Abschlussrechnung bleibt die Sporthalle an der Olympiastraße bei den gut acht Millionen Euro und ist somit nur eine Million teurer als die Kreisumlage mit 7,3 Millionen, die Feldkirchen in 2020 zu zahlen hatte. Der gute finanzielle Verlauf erlaubte Feldkirchen sogar für 2,6 Millionen Grundstücke zu erwerben.

Doch hat Feldkirchen mit der Bauprojekt „Raiffeisengelände“ im vergangenen Jahr ein neues kommunales Großprojekt begonnen, das eine große finanzielle Herausforderungen darstellt und eine Kreditaufnahme in Höhe von 15,3 Millionen Euro erforderlich macht. Dieser Kredit soll mit zukünftigen Mieteinnahmen und Nutzungsentgelten zurückgezahlt werden.

Moderate Kita-Gebühren habe Feldkirchen, betonte man seitens der Verwaltung. Seit September 2015 waren die Gebühren nicht erhöht worden. Gemeinsam mit den Kita-Trägern wurde die aktuelle Erhöhung vereinbart. Derzeit zahlen Kindergarten-Eltern für eine drei- bis vier bis vierstündige Betreuung 78 Euro und ab dem 1. Januar 2022 dann 86 Euro; Hort-Eltern für eine drei- bis vier bis vierstündige Betreuung 98 Euro und ab dem 2022 dann 108 Euro.

Christian Wilhelm (SPD) äußerte sich wie in der vergangenen Wahlperiode und plädierte für eine beitragslose Kinderbetreuung; ebenso seine Fraktionskollegin Verena Claudi-

Weißig. Dem widersprach die Ratsmehrheit wie auch Bürgermeister und Verwaltung. In Absprache mit den Kita-Trägern war die Erhöhung abgestimmt worden. ar

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