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Zum Schutz der Bäume

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In der Gemeinde Kirchheim sind seit Anfang April immer mehr Bäume unter Schutz gestellt.
In der Gemeinde Kirchheim sind seit Anfang April immer mehr Bäume unter Schutz gestellt. © marylooo/Panthermedia

Bäume brauchen Schutz – das war für die Gemeinde Kirchheim schon 1994 wichtig und sie verfasste deshalb eine Baumschutzverordnung. Diese hielt leider nur zehn Jahre, ohne dass eine neue Version beschlossen wurde. 

Das änderte sich im März 2019, als die SPD-Fraktion Kirchheim-Heimstetten einen Antrag zum Erlass einer Baumschutzverordnung für das Gemeindegebiet stellte. Darin sollten für Baumfällungen klare Richtlinien gelten und damit Gärten und Siedlung geschützt werden. Leider wurde der ausgearbeitete Entwurf der Verwaltung in der Gemeinderatssitzung im September 2019 mit
elf zu zehn Stimmen abgelehnt.

Doch ließ die SPD-Fraktion nicht locker und unternahm – zusammen mit FDP/Volt-Stimmen – im Dezember 2021 einen neuen Versuch. Dieser wurde dann Januar 2022 im Rat diskutiert und Änderungsanträge gestellt. Zwei Monate später stand das Ganze auf der Tagesordnung der Bauausschuss-Sitzung. Der Vorschlag, dass gefährdete Bäume (da­­­­r­unter unter anderem Elsbeere, Speierling und Mispel) ebenfalls in der Baumschutzverordnung mit aufgeführt werden sollen, wurde nicht umgesetzt, da die gefährdeten Bäume ohnehin schon unter den Schutz der Baumschutzverordnung fallen. In der Gemeinderatssitzung am 5. April wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht: „Innerhalb des Geltungsbereichs der Baumschutzverordnung sind alle Laubbäume und einheimische und standortgemäße Nadelbäume (zum Beispiel Gemeine Kiefer), die einen Stammumfang von 60 Zentimeter und mehr in 100 Zentimeter Höhe über dem Erdboden haben, unter Schutz gestellt. Ebenso geschützt sind auch mehrstämmige Gehölze, wenn die Summe der Stammumfänge in einem Meter Höhe über dem Erdboden 60 Zentimeter und mehr beträgt und wenn mindestens ein Stamm einen Umfang von 40 Zentimeter oder mehr erreicht.“ Damit dürfen Garten- und Grundstücksbesitzer entsprechende Bäume nicht mehr ohne vorherige Genehmigung der Gemeinde entfernen, beschädigen oder wesentlich verändern. Bei Verstößen müssen sie mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 50.000 Euro rechnen.

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