Kirchheim trauert um Bildhauer Hermann Dressler

Viele Zeugnisse bleiben

Steinskulptur von Herrmann Dressler in Kirchheim auf dem Wasserturmplatz.
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Steinskulptur von Herrmann Dressler in Kirchheim auf dem Wasserturmplatz.

Kirchheim trauert um den Stein- und Holzbildhauer Hermann Dressler. Er machte sich mit seinem Engagement für Kunst im öffentlichen Raum einen Namen, interessierte sich jedoch ebenso um die vielfältigen Belange der Gemeinde.


Dressler wurde 1935 in Koblenz geboren. Zunächst machte er eine Ausbildung zum Holz- und Steinbildhauer in der Werkstatt seines Vaters, später studierte er Bildhauerei, Malerei und Gestaltung in München. Viele Jahre leitete er Ausbildungsstätten für Bildhauer und war als freischaffender Künstler tätig.

Bekanntheit erlangte Dressler weit über die Kirchheimer Gemeindegrenze hinaus. Er beteiligte sich im Rahmen der Solidarleistung im Wiederaufbauteam der Dresdner Frauenkirche. Künstlerisch tätig war er unter anderem in Poing, wo er Objekte für den Garten der Christuskirche schuf. In Kaltenbrunn entwickelte er einen Skulpturenpark.

Auch in seiner Heimatgemeinde werden zahlreiche Werke die Erinnerung an Dressler aufrechterhalten. Für das Seniorenzentrum Collegium 2000 formte er märchenhafte Gestalten, wie die grellgelben Moorgeister, die romantischen Königskinder und die tanzenden Elfen. Eine weitere bekannte Skulptur aus seiner Werkstatt ist der zwei Meter großer kobaltfarbene Engel aus Lindenholz, der den Eingang des Kindergartens Blauland schmückt und symbolisch über das Wohl der Buben und Mädchen wacht.

Dressler war ebenfalls an kommunalpolitischen Belangen interessiert und nahm daran regen Anteil. Mit seiner Kunst für Kinder am Wasserturmspielplatz wusste er ortsbezogene Themen mit seinem rheinischen Humor zu verbinden. Einer der drei behauenen Steine ist eine doppelköpfige Marmorfigur, deren Mitte wie ein Schaukelsitz zum Niederlassen einlädt. Bei der Übergabe im Jahr 2008 beschrieb Dressler sein Werk mit den Worten: „Diese Figur stellt Kirchheim und Heimstetten dar. Zumindest ist hier die Ortsmitte schon recht rund und gut geformt.“

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