Grundsteinlegung des neues Gymnasiums in Kirchheim

Größte Schule im Landkreis

Landrat Christoph Göbel und Bürgermeister Maximilian Böltl mit der Zeitkapsel (v. li.). Dahinter Michèle Schlautmann, Andreas Janson und Thomas Glashauser (ebenso von li.).
+
Landrat Christoph Göbel und Bürgermeister Maximilian Böltl mit der Zeitkapsel (v. li.). Dahinter Michèle Schlautmann, Andreas Janson und Thomas Glashauser (ebenso von li.).

Es regnete aus Kübeln, als am 29. Juni die Honoratioren zur Grundsteinlegung des neuen Gymnasiums an der Heimstettner Straße zur Baustelle laufen. Vorher saß man wegen des vorausgesagten Wetters trocken in der Aula des alten Gymnasiums, wo der erste Teil der Zeremonie über die Bühne ging. 

Bürgermeister Maximilian Böltl, Landrat Christoph Göbel, die Bürgermeister von Feldkirchen (Andreas Janson) und Aschheim (Thomas Glashauser), Schulleiter Matthias Wermuth und Michèle Schlautmann vom Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen im Osten des Landkreises München, waren Teil der Veranstaltung.

Matthias Wermuth erzählte aus der Historie: „Vor 40 Jahren wurde beim jetzigen Gymnasium der Grundstein gelegt und 110 SchülerInnen unterrichtet“. In der neuen Schule werden nach der Fertigstellung etwa 1300 Schüler Platz finden. „Das größte Projekt im Landkreis“ ist auf 92,5 Millionen Euro (zuzüglich 4,9 Millionen Euro Risikopuffer) veranschlagt und die Kosten teilen sich neben Kirchheim die Gemeinden Aschheim und Feldkirchen sowie der Landkreis München.

Und so wird das Projekt aussehen: Das Erdgeschoss hat eine 700 Quadratmeter große Aula inklusive Bühne, großem Foyer, Mensa sowie Musik- und Kunsträumen. Darüber die Fachräume für Physik, Chemie und Biologie sowie die Bibliothek als zentraler Baustein des Schulkonzepts. Auf den weiteren drei Stockwerken sitzen dann die Schüler in 56 Klassenzimmern mit einer Größe von rund 75 Quadratmetern pro Raum, die quadratisch an den Außenbereichen um das Atrium angebracht sind. Zum Pausenhof gehören Sitzinseln, Außentheater, Schulgarten und grünes Klassenzimmer, bis sich im Norden die Sportanlagen bis zum angrenzenden Gelände der Grund- und Mittelschule anschließen. Rasenplätze, Laufbahn und Weitsprunganlage sind hier untergebracht, ebenso die aus dem „Wäldchen“ erhaltenen 25 Bäume, die eine Bauminsel bilden.

Alles noch Zukunft – und für die ist auch die symbolische Zeitkapsel als Erinnerung gedacht, die während des Festaktes bestückt wurde.

Maximilian Böltl gab ein Sterbebild von Altbürgermeister Hermann Schuster — den Gründer des alten Gymnasiums. Matthias Wermuth steuerte eine Packung Kreide und einen USB-Stick mit allen Jahresberichten der Schule bei. Landrat Göbel legte eine Übersicht der 29 Landkreis-Kommunen sowie eine Corona-Schutzmaske hinein. Weiteres wurden Münzen und gedruckte Zeitzeugen in die Kapsel gesteckt.

Maximilian Böltl betonte, dass man voll im Zeitplan läge und bei den Kosten derzeit etwas sparen könnte. „Das könnte sich aber bei den Preissteigerungen der Materialien jederzeit ändern“ so Böltl, für den drei Faktoren das Wichtigste sind: Kein Unfall auf der Baustelle; Kostenrahmen einhalten und pünktliche Fertigstellung.

Auch interessant

Kommentare