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HSG Würm-Mitte: Gräfelfinger Handballer hängen in der Luft

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Von: Andreas Schwarzbauer

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Sportlich ist die HSG Würm-Mitte erfolgreich. Dennoch droht den Handballern das Aus.
Sportlich ist die HSG Würm-Mitte erfolgreich. Dennoch droht den Handballern das Aus. © HSG Würm-Mitte

Weil der TV Planegg-Krailling aus der Spielgemeinschaft ausgestiegen ist, sucht der TSV Gräfelfing einen Partner. Die DJK Würmtal will aber einen Mehrwert für Hilfe 

Gräfelfing - Die Handball-Spielgemeinschaft (HSG) Würm-Mitte kämpft um ihr Fortbestehen. Ihre Hoffnung: Die DJK Würmtal steigt als Partner ein. Das würde vor allem dringend benötigte Hallenzeiten sichern.

HSG Würm-Mitte: Partner vor allem wegen Hallenzeiten gesucht

Im Juli hat sich der TV Planegg-Krailling aus finanziellen Gründen aus der Spielgemeinschaft mit dem TSV Gräfelfing zurückgezogen. „Die Krux an der Sache ist, dass wir dadurch nicht mehr die Hallen in Planegg nutzen dürfen“, sagt Abteilungsleiter Benedikt Waterloo.

Benedikt Waterloo ist Abteilungsleiter für Handball beim TSV Gräfelfing.
Benedikt Waterloo ist Abteilungsleiter für Handball beim TSV Gräfelfing. © Archiv: rea

Denn diese stehen nur Planegger Vereinen zur Verfügung. „Weil wir 13 Mannschaften haben, brauchen wir die Hallenzeiten dort, um den Trainingsbetrieb aufrechtzuerhalten.“ Die Handballer hätten derzeit noch eine Übergangsfrist bis Ende des Jahres.

Waterloo hofft, dass es danach weitergeht. Denn mit einer drittklassigen Frauen-, einer fünftklassigen Herrenmannschaft sowie erstklassigen A-Junioren wäre die Auflösung der HSG sportlich ein Verlust: „Wir gehören mit Sicherheit zu den vier bis fünf erfolgreichsten Handball-Stützpunkten in Bayern“, so Waterloo.

DJK Würmtal will für Einstieg Unterstützung der Gemeinde Gräfelfing

Die Hoffnungen der HSG liegen daher auf der DJK Würmtal aus Planegg. Deren Vorsitzender Martin Götz sieht sich und seinen Verein allerdings in der Zwickmühle. „Spieler, die Handball spielen wollen und nichts für die Misere können, auf die Straße zu setzen, ist eigentlich ein No-Go.“

Martin Götz ist Präsident der DJK Würmtal.
Martin Götz ist Präsident der DJK Würmtal. © privat

Gleichzeitig sollte auch die DJK etwas von der Zusammenarbeit haben, meint Götz. „Ich habe keine Handballer im Verein. Wo ist also der Mehrwert für mich als DJK-Präsident?“, fragt er. Auf der Mitgliederversammlung der Planegger kam daher der Vorschlag auf, die Gemeinde Gräfelfing könnte die DJK unterstützen – sei es finanziell oder durch Hallenzeiten.

Für TSV Gräfelfing Handball vor allem finanziell ein Problem

Die Chancen dafür stehen allerdings eher schlecht. „Es besteht Übereinstimmung bei den Würmtalgemeinden, dass jeweils die örtlichen Sportvereine finanziell und ideell durch zum Beispiel die kostenfreie Bereitstellung von Sportstätten unterstützt werden“, teilt Gräfelfings Sprecherin Sabine Strack mit.

Außerdem will sich Götz nicht finanziell an der HSG beteiligen. Doch die Handballer benötigten jährlich rund 100 000 Euro. „Für einen Verein allein ist es schwierig, das zu tragen“, weiß Waterloo. Noch laufe der Entscheidungsprozess bei der DJK aber noch, versichert Götz.

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