Schönere Flächen für alle Altersklassen

Höhenkirchen-Siegertsbrunn verbessert Spiel- und Freizeitplätze

Eine Junge schaukelt und wird von einer Frau angeschubst.
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Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn sieht Verbesserungsbedarf bei ihren Spielplätzen.

Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn möchte ihre Spiel- und Freizeitflächen aufwerten. Los geht es mit dem Grillplatz am Leonhardihügel und dem Spielplatz an der Carl-Orff-Straße.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn ist eine kinderreiche Gemeinde und es kommen immer mehr junge Familien hinzu. Um Kinder und jungen Erwachsenen aus allen Altersklassen genug und geeignete Flächen zur Freizeitgestaltung und Erholung zu bieten, will die Gemeinde im Rahmen eines Spielplatzkonzepts mit verschiedenen Maßnahmen die Spielflächen im Ort aufwerten.

Landschaftsarchitektin Monika Treiber stellte die Ergebnisse ihrer Untersuchung nun in der Juli-Sitzung des Gemeinderats vor. Als Arbeitsgrundlage für die Erstellung des Konzepts habe ihr die umfassende Vorarbeit des AK Kind & Familie gedient.

Auffallend sei, dass es für Jugendliche ab zwölf Jahren kaum Freizeitflächen auf dem Gemeindegebiet gibt. Am beliebtesten bei allen Altersklassen ist der Schlittenhügel beim Leonhardiberg, wie eine Online-Umfrage der Gemeinde mit rund 200 Kindern ergab. Anhand von Treibers Analysen und dem Spielplatzreport des AK wurden private wie öffentliche Spielplätze kartiert, anhand von Qualität und Ausstattung bewerten und nach einem Ampelsystem geordnet.

In einem ersten Schritt sollen nun der Grillplatz am Leonhardihügel und der Spielplatz an der Carl-Orff-Straße ertüchtigt werden. Für den beliebten Grillplatz am Leonhardihügel wurde bereits der Grill bestellt. „Das ist das einzige Modell, das keine Teile hat, die man mitnehmen kann“, betonte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny mit Blick auf die Erfahrungen der Vergangenheit. Für die Steinquader, die kreisförmig um die Feuerschale angeordnet werden und Sitzfläche bieten sollen, wurden bereits mehrere Angebote angefragt.

Auch beim Spielplatz an der Carl-Orff-Straße, der einiger Nachbesserungen bedarf, hat sich bereits etwas getan. Erste Bäume wurden versetzt, weitere Maßnahmen sind der Abschluss der Sandspielfläche mit Randsteinen, eine Verkleidung der Betonsitzbänke mit Holz sowie die Errichtung einer Überdachung. Außerdem sei ein Wasserspielplatz angedacht, aber: „beim Wasserspielplatz an der Sattlerstraße haben wir bereits Probleme mit der Wasserpumpe. Wir sollten uns wirklich überlegen, ob man einen zweiten solchen Platz anschaffen sollte“, gab die Rathauschefin zu bedenken.

„Ich würde sagen, wir müssen den, den wir haben, erstmal in Schuss bringen. Bei einem neuen wäre ich zurückhaltend“, meinte Dorothee Stoewahse (Grüne). Auch Britta Werhahn (SPD) sprach sich wegen der schlechten Erfahrungen gegen einen weiteren Wasserspielplatz aus. „Vor allem die Beschattung ist bei diesem Spielplatz wichtig“, hebt sie dafür hervor.

Das Gremium stimmte dafür, für die Maßnahme, die sich im Sanierungsbereich des Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzepts (ISEK) befindet, einen Förderantrag zu stellen. Bis dahin könne auch abgesehen werden, wie sich die Schwierigkeiten mit dem Wasserspielplatz an der Sattlerstraße entwickeln.

Noch offen sind die Pläne, wie der Bereich an der Bluebox gestaltet werden soll. Dort wolle man sich eng mit der SpVgg Höhenkirchen und dem Kreisjugendring (KJR) abstimmen. Eine Calisthenics-Anlage und ein Boccia-Feld seien denkbar, meinte Landschaftsarchitetin Treiber.

„Wir müssen da vorsichtig sein, weil da Sport- und Freizeitplätze nahtlos ineinander gehen. Ich habe Sorge, dass wir uns ein paar Dinge verbauen, wenn wir das Gelände jetzt nur teilweise überplanen“, merkte Andrea Hanisch (UB) an. Sie plädierte dafür, nicht im klein-klein anzufangen, sondern das gesamte Sportgelände zu überplanen. Jugendbeauftragter Rupert Franke (SPD) stimmte ein: „Wir sollten die Stellen, die wir für die Altersspanne 14 bis 21 haben, ausbauen. Da sollten wir uns überlegen, Flächen zu erwerben, um Freizeitmöglichkeiten zu schaffen.“

Bürgermeisterin Konwitschny mahnte: „Lassen Sie uns nicht zu viel auf einmal machen.“ Die Überplanung des Areals sei eine sehr teure Sache und die Prioritäten müssten zunächst auf den kostspieligen Projekten liegen, die bereits laufen. „Wir müssen erst einmal die Erich-Kästner-Schule voran bringen“, erinnerte sie.

Die Aufwertung von Grillplatz und Spielplatz an der Carl-Orff-Straße sowie die Aufnahme von Gesprächen mit SpVgg und KJR befanden alle Gemeinde durchweg positiv. Lediglich beim Thema Spielplatzsatzung waren sich die Räte uneins. „Ich finde es wichtiger, das über Bebauungspläne als über eine Satzung zu regeln“, meinte Roland Spingler (CSU). „Die Verwaltung sollte sich die Arbeit für die Satzung sparen.“

Andrea Hanisch sah das anders: „Ich bin schon der Meinung, dass wir das Thema Spielplätze über eine Satzung regeln müssen.“ Am Ende folgte die Mehrheit Spingler: mit elf zu acht Stimmen wurde die Ausarbeitung einer Spielplatzsatzung abgelehnt.

Iris Janda

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