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Höhenkirchen-Siegertsbrunn verleiht IsarCards an Bürger

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Von: Iris Janda

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Ein Mann und eine Frau stehen jeweils vor einem Fahrkartenautomaten des MVV.
Bürger aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn müssen künftig Tickets nicht mehr am Automaten kaufen, sondern können sie einmal pro Woche im Rathaus ausleihen. © Sven Hoppe/dpa

Den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn attraktiver machen – das möchte die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn mit dem Klimaticket. Für 2 Euro können Bürger einen Tag lang die IsarCard nutzen.

9,30 Euro kostet seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember eine Tageskarte der Zone M-1, mit der Höhenkirchen-Siegertsbrunner ins Münchner Stadtgebiet fahren können. Wer zum Beispiel einmal die Woche zum Einkaufen oder für Arztbesuche in die Stadt muss, zahlt damit 37,20 Euro im Monat. Das ist besonders für einkommensschwache Familien oder Rentner viel Geld. Manch einer scheut da den Nahverkehr und greift doch auf den eigenen Pkw zurück.

Um dem entgegenzuwirken und die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu stärken, führt die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn für das kommende Jahr sogenannte „Klima-Tickets“ ein. Dafür hat sich im November der Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschuss ausgesprochen. Auslöser war ein Antrag der SPD-Fraktion vom Juli diesen Jahres.

Bei der Gemeinde können übertragbare IsarCards für einen Betrag von 2 Euro pro Tag im Rathaus ausgeliehen werden. Wer das Ticket freitags und damit übers Wochenende nutzt, zahlt entsprechend 6 Euro.

Es ist geplant, dass die Bürger bis zu drei Wochen im Voraus auf der Gemeindehomepage unter www.hoehenkirchen-siegertsbrunn.de/klimaticket das Ticket buchen können. Um so vielen Höhenkirchnern wie möglich das Angebot machen zu können, ist die Nutzung auf einmal pro Woche beschränkt.

Der Ausschuss hatte verschiedene Varianten zur Auswahl, da es denkbar ist, dass die Bürger sowohl Richtung Stadt als auch Richtung Aying und Großheldendorf fahren möchten. Neben einem Jahresabo für Zone 1-2, also nur von Höhenkirchen-Siegertsbrunn nach Aying, gibt es auch die Möglichkeit, das teurere Jahresabo der Zone M-2 zu beziehen, mit dem von Aying bis nach München gefahren werden kann.

Das Gremium sprach sich dafür aus, je zwei Tickets für die Zone M-1 und für die Zone M-2 zu beschaffen. Damit sind mit allen vier Klima-Tickets Fahrten Richtung München möglich, mit zwei der Karten können Bürger außerdem nach Aying fahren. Insgesamt kostet das Projekt rund 4000 Euro jährlich, die für den Haushalt 2022 eingeplant werden.

ija

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