Springer für die Kinderbetreuung

Höhenkirchen-Siegertsbrunn will Personalmangel entgegenwirken

Ein Kleinkind hält einen großen Spielzeugbagger in den Händen.
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Höhenkirchen-Siegertsbrunn will einen Pool von Vertretungskräften für die Kinderbetreuung aufbauen, der flexibel eingesetzt werden kann.

Um künftig auf Personal­engpässe bei der Kinderbetreuung vorbereitet zu sein, hat der Gemeinderat in Höhenkirchen-Siegertsbrunn beschlossen, einen Springerpool einzurichten.

Die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn richtet einen Springerpool für Kindertageseinrichtungen ein. Das hat der Gemeinderat in seiner Mai-Sitzung beschlossen, nachdem zuvor das Konzept bereits im Haupt-, Sozial-, Werk- und Finanzausschuss vorgestellt wurde.

Mit dem Pool an Fachkräften können Personalengpässe, etwa bei unbesetzten Stellen oder längerer Erkrankung, überbrückt werden. Außerdem wird das Arbeiten in der Gemeinde für pädagogisches Personal dadurch attraktiver, weil es die Möglichkeit erhält, besondere Lebenslagen wie etwa die Rückkehr aus der Elternzeit zu meistern.

Verwaltungsmitarbeiterin Patricia Lang-Kniesner vom Bereich Kinder und Jugend hat das Konzept entwickelt. Für die zirka 20 Kinderbetreuungseinrichtungen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn stellt die Gemeinde eine Fachkraft und eine Ergänzungskraft ein, die im Vertretungsfall einspringen können. Koordination und Betreuung sowie eine entsprechende Vorbereitung übernimmt der Fachbereich.

Die Vertretungskräfte sollen für mindestens einen Monat eingesetzt werden, damit diese sich in der Einrichtung eingewöhnen und eine Beziehung zu den Kindern aufbauen können. Auf die Gemeinde kommen für zwei Vollzeitstellen monatliche Personalkosten in Höhe von 9500 Euro zu. Außerdem werden sich die Kosten für die Organisation auf zirka 1100 Euro belaufen.

Die Einrichtungen stehen dem Konzept positiv gegenüber und würde die Möglichkeit gerne nutzen, erklärte Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD). Gemeinderätin Britta Werhahn (SPD), die die Zwergerlstube in Höhenkirchen leitet, bedankte sich bei Patricia Lang-Kniesner für die Ausarbeitung des Konzepts. „Das wird uns sehr von anderen Gemeinden unterscheiden. Wir können hoffen, dass wir viel Personal darüber finden können, damit wir nicht mehr so eine Personalenge wie in den letzten Jahren haben werden“, sagte Werhahn.

Mit seinem einstimmigen Beschluss gab der Gemeinderat den Weg für die Einrichtung des Pools frei. Nun kann die Verwaltung die entsprechenden Genehmigungen beim Arbeitsamt einholen und mit der Stellenausschreibung beginnen.

Iris Janda

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