In Kirchheim entsteht ein Öko-Quartier 

„Starker Willen für etwas Neues“

Die „Absichtserklärung“ zum Öko-Quartier Kirchheim wird unterschrieben.
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Bezirktagspräsident Josef Mederer (vorne von links), Bürgermeister Maximilian Böltl, Michael Zaigler (Deutsches Heim-Geschäftsführer). Hintere Reihe von links: Maximilian Heyland , der Geschäftsführer der Landesgartenschau, Bezirksrätin Karin Hobmeier, Angela Hartinger-Hirn vom Bauamt und Sandra Seiz (Deutsches Heim).

Die Deutsches Heim Wohnbaugesellschaft baut am Ortspark in Kirchheim ein „Grüner Wohnen“-Projekt mit vier Häuserzeilen.

Wenn es um Innovationen und „Modellprojekte“ geht, ist Kirchheim immer ganz vorne dran. So auch bei „Grüner Wohnen im Öko-Quartier Kirchheim“, das die Gemeinde in Zusammenarbeit mit „Deutsches Heim“ umsetzt.

Die beiden Partner kennen sich schon länger – wurde doch vor 30 Jahren miteinander das Lindenviertel rund um den Schlehenring gebaut. Deutsches Heim ist ein Bauträger, der sich vorwiegend um die Wohnungsversorgung im Großraum München kümmert. Das geplante Projekt (2700 Quadratmeter Geschossfläche) steht im Rahmen von Kirchheim 2030 und wird am nördlichen Ende des Ortsparks (nahe am neuen Kreisel zur St 2082) im Areal der Landesgartenschau 2024 gebaut. Die vier Häuserzeilen – bestehend aus Geschosswohnungen und Reihenhäusern – entstehen in Holzmassivbau- beziehungsweise Holzhybridbauweise unter Verwendung von ökologischen Baumaterialien wie Kork, Lehm oder Wollstoffen und innovativen Dämmstoffen mit Recyclingfähigkeit. „Bei dem Projekt können sich andere was abschauen“, lobte Bürgermeister Maximilian Böltl, „denn beide Partner zeigen einen starken Willen für etwas Neues“. Diesen „Mut zum Risiko“ hob auch Bezirkstagspräsident Josef Mederer vor: „Viele versprechen – wir handeln“.

Bei der Unterzeichnung des „Letter of intent“ sprach Michael Zaigler, der Geschäftsführer von Deutsches Heim, von einem „ganzheitlichen Lebenszyklus“, dem man mit der ökologischen Bauweise erreichen will („damit soll ein langes Leben der Gebäude erreicht werden“). Dies sollen zusätzlich heimische Gehölze und Sträucher sowie klimaneutraler Wärmeversorgung (Geothermie, Wärmepumpen) ergänzen. Selbstverständlich sind Ladestationen für E-Bikes und E-Autos vorgesehen. „Die Gemeinde hat dabei kein Geld investiert“ so Maximilian Böltl, „aber wir können mit eigenen Vorschlägen das Vorhaben mit beeinflussen“.

Michael Zaigler freute sich, dass „nach 40 Jahren dieses Grundstück endlich bebaut werden kann“ und hofft, dass zur Landesgartenschau „schon etwas zu sehen ist“.

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