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Künftige Projekte und Vorhaben

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Es liegt ein Konzept vor, dass das Bürgerhaus Kirchheim als Haus der Vereine und aktiver Gruppe genutzt werden soll.
Es liegt ein Konzept vor, dass das Bürgerhaus Kirchheim als Haus der Vereine und aktiver Gruppe genutzt werden soll. © oh

300 einzelne Maßnahmen gehören zum „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ (ISEK) in Kirchheim. Dazu zählen etwa die neue Nutzung des Bürgerhauses als Haus der Vereine oder die bauliche Sanierung der Grundschule Heimstetten.

Auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung am 5. April stand unter anderem das Kürzel „ISEK“. Was bedeutet das? Antwort: „In einem ,Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) definiert die Gemeinde Ziele und Handlungsfelder für ihre zukünftige Entwicklung. Dabei sollen die Belange von baulicher Entwicklung, Freiraum, Verkehr, Handel, Gemeinbedarf und Umweltschutz berücksichtigt werden. Die gemeinsam erarbeiteten Ziele dienen als Entscheidungsgrundlage für zukünftige Projekte und Vorhaben. Die gemeinsame Arbeit wird zu einem kraftvollen Instrument der Stadtentwicklung, wenn sie von den Gemeinderäten und der Verwaltung sowohl als Grundlage bei Einzelvorhaben als auch für grundsätzliche Weichenstellungen genutzt wird. Eine Umsetzung der beschriebenen Vorhaben wird in der Regel in einem Zeitraum von 15 Jahren angestrebt.“

Dieses informelle Planungsinstrument nutzt nun Kirchheim unter anderem für ihre beiden Großprojekte Kirchheim 2030, Landesgartenschau 2024 und weitere städtebauliche Entwicklungsmaßnahmen. Entschieden wurde darüber bereits im September 2019.

In einem kooperativen Arbeitsprozess unter Führung des Büros Stadt-Raum-Planung erarbeitete die Verwaltung eine ISEK-Fassung („Kirchheim 2040“). Dabei wurden zahlreiche Analysen, Konzepte und Studien geprüft, diskutiert und weiter vervollständigt. Im Oktober 2020 befasste sich der Gemeinderat nochmals mit dem Arbeitspapier, das dann überarbeitet in Bürger-Workshops vorgestellt werden sollte. Wegen Corona ging dies dann nur online. Die darauf eingegangen Vorschläge wurden in einem Workshop mit dem Gemeinderat bearbeitet und finalisiert.

Diese beziehen sich auf ein bestimmtes Gebiet, das die zentralen Bereiche der Gemeinde oder Gemeindeteile mit erhöhtem Handlungsbedarf umfasst. Dieses Gebiet wird als Sanierungsgebiet bezeichnet. Dabei müssen sich geförderte Maßnahmen im Sanierungsgebiet befinden. Für das gilt eine Sanierungssatzung, welche der Gemeinde erweiterte Gestaltungsspielräume ermöglicht — etwa Vorkaufsrecht oder Mitsprache bei der Gestaltung. Die nötigen Untersuchungen und deren Unterlagen wurden vom Dezember 2021 bis Januar 2022 öffentlich ausgehängt. In der Gemeinderatssitzung am 5. April wurde mit nur zwei Gegenstimmen das Sanierungsgebiet sowie die Sanierungssatzung beschlossen.

Ebenfalls mit zwei Gegenstimmen wurde in der selben Sitzung die vorliegende Fassung der Vorbereitenden Untersuchung (VU) sowie die dazugehörige Maßnahmenliste genehmigt.

Die VU stellt den Übergang der strategischen Analyse- und Konzeptionsphase hin zur Umsetzungsphase dar. Dabei werden Ziele und konkrete Maßnahmen für die verschiedenen Handlungsfelder ausgearbeitet. Zu diesen zählen die zentralen Bereiche (zum Beispiel Brunnenzentrum, Lindenviertel, Ortskern Kirchheim, REZ), Mobilität, Wohnen, Gewerbe, Grünstruktur sowie Sonderprojekte der Gemeinde wie der S-Bahnhof oder das Urbane Gebiet im Kirchheimer Gewerbegebiet.

Neben der detaillierten Beschreibung der einzelnen Handlungsfelder wurde eine Maßnahmenliste mit etwa 300 möglicher Einzelmaßnahmen — bei denen die meisten Kosten nicht bekannt sind — entwickelt (zum Beispiel Umsetzung des vorliegenden Konzeptes zur neuen Nutzung des Bürgerhauses als Haus der Vereine und aktiven Gruppen oder bauliche Sanierung der Grundschule Heimstetten nach energetischem Standard), um die Ziele des ISEK sowie der VU zu erreichen. Diese werden sukzessive durch Gemeinderats- und Ausschussbeschlüsse fortgeschrieben.

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