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Interimsklassen für Gymnasium Putzbrunn kommen nach Neubiberg

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Von: Iris Janda

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Mehrere weiße Container stehen auf einem gepflasterten Platz.
Neben der Turnhalle des Gymnasiums Neubiberg soll eine Containeranlage für die Interimsklassen des Putzbrunner Gymnasiums errichtet werden. © dpa/Tom Weller (Symbolbild)

Für das geplante Gymnasium in Putzbrunn müssen Vorläuferklassen eingeführt werden. Weil der Platz dafür in der Gemeinde fehlt, ist Neubiberg dazu verpflichtet, den Raum für zwölf Klassen zur Verfügung zu stellen.

Die Anweisung kommt von ganz oben: Weil es im Putzbrunner Gemeindegebiet keine geeigneten Flächen gibt, ist Neubiberg seitens des Staatsministeriums dazu verpflichtet, Interimsklassen für das in der Nachbargemeinde geplante Gymnasium zu schaffen. Das benachbarte Gymnasium in Ottobrunn, das ebenfalls infrage kommen würde, kann aufgrund anderweitiger Aufgaben den Platz für die Vorläuferklassen nicht zur Verfügung stellen.

Wer das Gymnasium Neubiberg kennt, weiß jedoch, dass auch hier Platz Mangelware ist. Im Schulgebäude gibt es daher keinen Platz für die zwölf Vorläuferklassen der Jahrgangsstufen fünf bis sieben. Deswegen sollen nun östlich der Dreifachturnhalle auf dem Hartplatz Container mit drei Vollgeschossen aufgestellt werden. Die Container für die Putzbrunner Vorläuferklassen sollen schon zum Schuljahr 2022/2023 bereit sein und für drei Jahre stehen.

Das Vorhaben wurde jüngst dem Bau- und Verkehrsausschuss zur Abstimmung vorgelegt. Dieser musste neben der Zustimmung zum Vorhaben auch darüber entscheiden, ob die Abweichungen der Satzungen für Stellplätze sowie für die Abstandsflächentiefe vertretbar seien.

Nach Satzung müssten je Klasse zwei Stellplätze, also 24 Stück für den Bau nachgewiesen werden. Mit Flächen auf dem eigenen Grundstück sowie bei der benachbarten Realschule kommt das Vorhaben allerdings nur auf 18 nachgewiesene Plätze. Innerhalb des Grundstücks wird sich die Anlage nach ersten Vorplanungen mit den Abstandsflächen zur Turnhalle überlappen.

Die Verwaltung bewertete die Abweichungen von den beiden Satzungen als vertretbar, da es sich bei dem Vorhaben um einen Sonderfall handele, der nur auf drei Jahre befristet ist. Zudem sei beim Thema Stellplätze zumindest von Schülerseite kein zusätzlicher Pkw-Verkehr zu erwarten, da es sich nur um die Jahrgangsstufen fünf bis sieben handelt. Bei der Abweichung beim Abstand sei kein benachbartes Grundstück betroffen. Ordnungsrechtliche Belange wie die ausreichende Belichtung der Brandschutz müssten ohnehin noch vom Landratsamt geprüft und beurteilt werden.

Im Ausschuss haben sich in der Diskussion, insbesondere was den Schulsportunterricht am Gymnasium Neubiberg betrifft, einige Fragen ergeben. Da diese in der Sitzung nicht in der Tiefe behandelt werden konnte, wurde die Entscheidung auf die nächste Sitzung am 14. Dezember vertagt. Dazu ist Neubibergs Schulleiter Reinhard Rolvering geladen, der die offenen Fragen klären soll.

„Ich bin zuversichtlich, dass der Ausschuss am 14. Dezember zustimmt und den Vorläuferklassen in Neubiberg somit nichts im Wege steht“, zeigt sich Bürgermeister Thomas Pardeller optimistisch.

ija

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