Sanierungskosten der Hohenbrunner Feuerwehr teurer als gedacht

Kostspieliges Müllhäuschen

Feuerwehrauto Hohenbrunn
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Die Kosten für die Sanierung des Feuerwehrhauses fallen höher aus als gedacht. Was im Gemeinderat für Unmut sorgte: die Kosten des Müllhäuschens.

Die Sanierung des Feuerwehrhauptgebäudes in Hohenbrunn ist kostspieliger als gedacht. Fast 200.000 Euro Mehrkosten kommen auf die Gemeinde zu. Die Ratsmitglieder können diese Summe nur zu Teilen nachvollziehen.

Hohenbrunn - In der jüngsten Hohenbrunner Gemeinderatssitzung wurden die Mitglieder des Gremiums darüber informiert, dass die Sanierungskosten der Hohenbrunner Feuerwehr um einiges teurer sind, als zu Beginn kalkuliert. Die Summe aus vielen Gewerken, wie zum Beispiel der Heizflächenerneuerung und Dämmung, Trinkwasserleitungen oder spezielle Brandschutzeinhaltungen trieben die Kosten in de Höhe.

Insgesamt belaufen sich die zusätzlichen Aufwendungen auf 177.324,13 Euro, die die Gemeinde zusätzlich tragen soll. Pauline Miller (Bürgerforum) erkundigte sich, wie diese Kostenmehrung zustande kam. Ein großer Kostenfaktor sei der Mehraufwand des Müllhäuschens. Auf Nachfrage von Peter Berger (Freie Wähler) wurden die Kosten konkret benannt und sorgten für Entsetzen: 45.000 Euro kostete das Müllhaus. „Ist das ein Witz? 45.000 Euro für DAS Müllhäuschen? Ich bin nicht bereit, dem zuzustimmen,“, zeigte Berger sich entrüstet. Seiner Meinung nach sei der Preis nicht rechtzufertigen.

Auch stand die Frage im Raum, warum die Feuerwehr bei Kosten im Millionenbereich überhaupt saniert und nicht gleich neu gebaut wurde. Bürgermeister Stefan Straßmair aber sagte, es bringe nichts, jetzt zurückzuschauen, damals sei die Entscheidung ausreichend diskutiert worden. Unter anderem aber sei diese Entscheidung in den Einsatzzeiten der Feuerwehr begründet gewesen, denn der Standort der Feuerwehr ist nach wie vor ideal, um schnell am Einsatzort zu sein.

Dennoch erwähnte ÜWG-FW-Vorsitzender Karlheinz Vogelsang, dass damals lediglich 2,5 Millionen für die Sanierung veranschlagt wurden. Auch Regina Wenzel (SPD) zeigte sich geschockt: „Die Gesamtsumme ist einfach erschreckend und für einen Laien nur sehr schwer nachzuvollziehen. Dieser Mehraufwand ist keine Bagatelle, denn die Sanierung war schon von hausaus nicht billig.“

Georg Bauer (Grüne) schlug vor, die Angelegenheit dem Rechnungsprüfungsausschuss vorzulegen. Mit zwei Gegenstimmen beschloss der Gemeinderat schließlich die Nachträge.

Melanie Schröpfer

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